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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > WhatsApp Premium-Abo: Was vielleicht kommt und was nicht
Netzwelt

WhatsApp Premium-Abo: Was vielleicht kommt und was nicht

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 18. Februar 2026 12:50
Von Benjamin Lehmann
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3 min. Lesezeit
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Wer in den letzten Wochen durch soziale Medien gescrollt hat, konnte den Eindruck gewinnen: WhatsApp wird bald kostenpflichtig. Die Wahrheit ist – wie so oft – etwas differenzierter.

Inhaltsübersicht
Werbung ja – aber nur im StatusDas alte VersprechenWas man wirklich wissen muss

Den Stein ins Rollen gebracht haben vor allem Berichte über Funde in Beta-Versionen der App. Der bekannte Leak-Blog WABetaInfo hat in einer Android-Beta neue Funktionen entdeckt, die auf ein optionales Premium-Abo hindeuten. Darunter: anpassbare App-Icons, neue Farboptionen für die Benutzeroberfläche und die Möglichkeit, mehr als drei Chats gleichzeitig anzupinnen. Klingt nach Spielerei. Ist es vielleicht auch. Doch dahinter eine größere Frage: Wie verdient WhatsApp in Zukunft sein Geld?

Werbung ja – aber nur im Status

Denn seit Juni 2025 hat sich im Messenger einiges verändert. WhatsApp hat Werbung eingeführt – allerdings nicht in persönlichen Chats, sondern im sogenannten Updates-Tab, also dort, wo Status-Meldungen und Channels angezeigt werden. Im offiziellen WhatsApp-Blog hieß es dazu: „Wir werden eure Telefonnummer niemals an Werbetreibende verkaufen oder weitergeben.“

Parallel dazu gibt es seit Sommer 2025 kostenpflichtige Channel-Abos. Nutzer können einzelne Kanäle – etwa von Medien oder Creatorn – gegen eine monatliche Gebühr abonnieren und erhalten dafür exklusive Inhalte. In gewisser Hinsicht gibt es „WhatsApp-Abos“ also bereits. Nur bezahlt man dabei nicht für den Messenger selbst, sondern für einzelne Inhalte innerhalb der Plattform.

Das alte Versprechen

Der Kontext ist wichtig: Bereits 2016 hatte WhatsApp seine frühere Abo-Gebühr – damals 0,99 Dollar pro Jahr – abgeschafft. Seitdem hat WhatsApp, als Tochter des Facebook-Konzerns Meta, weiterhin versprochen, kostenlos zu bleiben. Doch wie die bisherigen Experimente bereits zeigen, wird dieses Versprechen etwas aufgeweicht: Denn auch wenn der klassische Messenger-Dienst kostenlos bleibt… bei zusätzlichen Funktionen könnte das anders sein.

In der EU können Nutzer von Facebook und Instagram bereits wählen: Entweder sie sehen Werbung – oder sie zahlen für ein werbefreies Abo. Dieses Modell hat Meta eingeführt, weil europäische Datenschutzregeln es so verlangen. Seit WhatsApp nun ebenfalls Werbung im Status-Bereich zeigt, liegt der Gedanke nahe, dass dort bald dasselbe Prinzip gelten könnte: Werbung akzeptieren oder zahlen. Dazu kommt: Meta sucht als Konzern nach neuen Einnahmequellen jenseits klassischer Werbung.

Was man wirklich wissen muss

Wer sich Sorgen macht, bald für jede WhatsApp-Nachricht zahlen zu müssen, kann vorerst durchatmen. Sämtliche bisherigen Signale – von Meta selbst und aus den Beta-Leaks – deuten darauf hin, dass ein mögliches Premium-Abo rein optional wäre. Chatten, telefonieren, Sprachnachrichten verschicken: Das wird wohl weiterhin kostenlos funktionieren.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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