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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Modernes Mittelalter – Frank Schätzings Roman „Helden“
Kultur

Modernes Mittelalter – Frank Schätzings Roman „Helden“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 22. Oktober 2024 13:48
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Fast drei Jahrzehnte nach seinem ersten Auftritt in einem Buch ist Jacop, der Fuchs wieder da. Er ist im Jahr 1263 unterwegs an Bord eines Schiffes auf dem Ärmelkanal, zusammen mit einer Reihe anderer Kölner Jungs, schwere Ritter inbegriffen. Frank Schätzings neuer Roman „Helden“ führt zurück zu „Tod und Teufel“, erschienen 1995 und ein großer literarischer Erfolg. Seitdem, so schreibt Frank Schätzing über sich selbst, habe er einen „Zweitwohnsitz im Mittelalter“. Diese ferne Epoche war allerdings nie Thema der folgenden Bestseller, darunter „Der Schwarm“. Und eigentlich wollte der Kölner Thriller-Autor niemals eine Fortsetzung eines seiner Bücher schreiben. Eine Dusche führte zu einer Korrektur dieses Vorsatzes.

Inhaltsübersicht
Gegen die alleinige Macht des englischen KönigsPopulismus und ein Brexit im MittelalterDas späte Mittelalter als Zeitenwende

Eigentlich habe er viel lieber an einem neuen Science-Fiction-Roman arbeiten wollen, erzählt Schätzing im BR-Interview. Aber dann eines Morgens im Bad: „Die Dusche plätscherte mir zu, es wäre viel besser, die angedachte Prämisse für eine Fortsetzung meines Debüts zu verwenden.“ Nach einigem Überlegen habe er geschaut, ob es in „Tod und Teufel“ eine Leerstelle gibt, an die er anschließen könne. Es gab sie. „Aus dieser Leerstelle erwuchs ein großes Universum.“

Gegen die alleinige Macht des englischen Königs

War „Tod und Teufel“ im mittelalterlichen Köln angesiedelt, spielt „Helden“ zu großen Teilen in Frankreich und in England. König Heinrich III. liegt im Clinch mit den hohen Adeligen, angeführt von Simon de Montfort. „Henry stammte aus einer anglonormannischen Dynastie, den Plantagenets“, erklärt Schätzing. „Er bevölkerte seinen Hof ausschließlich mit französischen Höflingen und beschenkte sie großzügig mit Land und Geld.“

Die Kriege des Königs durften derweil die Engländer bezahlen. Unter Führung von Simon de Montfort begehrten die Adeligen auf gegen den Herrscher: mit den „Provisions of Oxford“ sollte Heinrichs Machtfülle beschränkt werden – die Anfänge der konstitutionellen Monarchie. Frank Schätzing: „Simon de Montfort sagte, es sollte ein Rat gegründet werden, der im Interesse des Volkes das Reich führt. Ihm sollten auch Bürger und Bauern angehören. Das war revolutionär.“ Ebenso der Gedanke, jedem im Königreich – unabhängig von seiner Position – solle das gleiche Recht widerfahren.

Populismus und ein Brexit im Mittelalter

Simon de Montfort war außerdem ein übler Populist, so Frank Schätzing. „Er wusste, er braucht das Volk auf seiner Seite. Den Menschen ging es, in Folge einer Hungersnot, nicht gut. Montfort sagte: ‚Ihr seid alle Opfer dieser Höflingspolitik. Schuld daran sind die Ausländer!'“ Der Kontinent würde die englische Nation aussaugen.

„Das kommt uns alles sehr bekannt vor“, sagt Schätzing. „Montfort hat mit seinen üblen populistischen Methoden einen Bürgerkrieg entfesselt. Das war im Prinzip Brexit 1.0.“ Jacop, der Fuchs – Gaukler, Dieb, rothaarig und mit „parzivalischer Offenheit“ auf die Welt blickend – erlebt diese Kämpfe aus unmittelbarer Nähe und folglich etliche Abenteuer. Dass er auf abenteuerlichen Wegen nach England zieht, hat mit einer Besonderheit Kölns im 13. Jahrhundert zu tun. Die Metropole war damals der wichtigste Handelspartner des Königshauses.

Das späte Mittelalter als Zeitenwende

Klar, Frank Schätzing hat keinen Roman über die englische Verfassungsgeschichte im Mittelalter geschrieben, sondern einen Thriller, in dem sich auch Geister und Gespenster tummeln. Die Faszination des Kölner Autors für die ferne Epoche, insbesondere für das 12. und 13. Jahrhundert, ist seinem ziemlich umfassenden Roman dennoch immer wieder anzumerken. „Damals begann die Geldwirtschaft“, erzählt Schätzing im Interview. Und auch ein neuer Blick auf den Menschen entwickelte sich, im theologischen Nachdenken über die Erbsünde.

Körper und Seele wurden mit Blick auf die Sündenvorstellung mehr und mehr verschiedenen voneinander betrachtet. „Plötzlich hatten wir Handlungsfreiheit. Wir konnten entscheiden: Wollen wir sündigen oder nicht? Wir konnten uns – mit dem Ablasshandel – auch loskaufen. Vor allem aber konnten wir mit Gott in einen Dialog treten und seine Schöpfung erforschen. Aus der in den Staub geworfenen Kreatur wurde ein Apologet – gewissermaßen ein Juniorpartner, der das Werk des Chefs proaktiv vorantrieb.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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