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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Ramadan im Ankerzentrum: Die Angst vor Abschiebung ist dabei
Kultur

Ramadan im Ankerzentrum: Die Angst vor Abschiebung ist dabei

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 7. März 2025 08:52
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Im Ankerzentrum Regensburg bereiten Frauen den Iftar vor, das Abendessen nach einem Tag ohne Essen und Trinken. Die 29-jährige Alaa aus Syrien schneidet Zwiebeln, mischt Minze mit frittiertem dünnem Fladenbrot. Zum syrischen Salat Fattoush kocht sie Spaghetti mit Tomatensauce. „Es ist ein syrisch-italienisches Iftar in Deutschland“, erzählt Alaa. Ihre Söhne Adam und Taim toben auf dem Flur, auch Vater Ahmad ist da. Es scheint, als würde die Familie kurz vor dem gemeinsamen Abendessen vergessen, was sie später erzählen: Dass sie jeden Moment damit rechnen, dass die Polizei kommt und sie abholt.

Inhaltsübersicht
Jederzeit können sie abgeschoben werdenLeben mit Ungewissheit: „Der Ramadan lehrt uns Geduld und Disziplin“

Jederzeit können sie abgeschoben werden

In Ankerzentren wohnen Geflüchtete, während geprüft wird, ob sie in Deutschland bleiben können – oder nicht. Im Schnitt seien die Menschen vier Monate hier, sagt Cornelia Koschwitz, die stellvertretende Leiterin des Ankerzentrums Oberpfalz. Sie müssten sich während dieser Zeit grundsätzlich auf dem Gelände oder in der Umgebung aufhalten. „Allerdings können und wollen wir die Leute auch nicht einsperren. Mit dem Stacheldraht und der Kameraüberwachung suggeriert es natürlich ein bisschen was anderes. Das dient aber dem Schutz der Menschen hier, vor Leuten außerhalb“, sagt Koschwitz.

Viele syrische und irakische Familien, aber auch Äthiopier, Somalier, Tunesier und Iraner leben hier in mächtigen Wohnblöcken.

Leben mit Ungewissheit: „Der Ramadan lehrt uns Geduld und Disziplin“

Alaa, Ahmad und ihre Kinder sind vor rund zehn Jahren aus Syrien geflohen, lange haben sie in der Türkei gelebt. Dort wollten sie nicht mehr bleiben: zu wenig Geld, zu wenig Platz, Diskriminierung. Seit fünf Monaten sind sie in Regensburg. In Kroatien seien ihre Fingerabdrücke genommen worden, sie seien ein sogenannter Dublin-Fall, erzählen sie. Das heißt, Kroatien ist für das Asylverfahren zuständig, sie sind ausreisepflichtig.

Vater Ahmad sagt, er schaue tagsüber oft aus dem Fenster, um zu sehen, ob Polizei kommt. Und nachts schlafe er nicht. Die Angst ist groß. Denn die Familie hat Kroatien in schlechter Erinnerung. Alaa erzählt von Polizeihunden und einer Nacht im Gefängnis.

Als die Sonne untergeht, ruft aus Ahmads Smartphone ein Imam zum Gebet. Alaa und Ahmad brechen das Fasten mit einem Schluck Wasser und einer Dattel. Dann klopft jemand an die Tür. Nachbarn kommen und bringen Hummus, Reis und eingelegte Weinblätter. Sie habe sich auf Ramadan im Ankerzentrum gefreut, sagt Alaa. Das gemeinsame Fastenbrechen vertreibe die düsteren Gedanken ein wenig. Beim ersten Iftar vor ein paar Tagen hätten die Nachbarn ihre Tische in den Gang gestellt und zusammen gegessen.

Der Ramadan lehre sie Geduld und Disziplin, sagen Alaa und Ahmad. Sie beten mehr und lesen öfter im Koran. Und hoffen, dass sie irgendwie in Deutschland bleiben können. Im Moment jedenfalls gehe es ihnen gut, im Ankerzentrum in Regensburg.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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