Unter schwierigeren Bedingungen dürfte wohl noch nie ein Tatort gedreht worden sein: auf der Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) – im laufenden Betrieb. Denn es gibt nur wenige Orte in der Welt, die an diesem Wochenende so gut gesichert sind wie das Areal rund um den Bayerischen Hof, wo die Sicherheitskonferenz jedes Jahr stattfindet. Und genau in diesem Ambiente entsteht ab Freitag der zweite Fall der neuen Münchner Tatort-Kommissare Kalli Hammermann und Nikola Buvak, gespielt von Ferdinand Hofer bzw. Carlo Ljubek.
Eine tote Dolmetscherin
Darin geht es um einen Todesfall am Rande der Siko: Die Dolmetscherin Astrid Franzen (Lea Ruckpaul), die bei der Münchner Sicherheitskonferenz arbeiten sollte, wird von einem LKW erfasst und stirbt. Doch der vermeintliche Unfall wirft Fragen auf. Die Kommissare Kalli Hammermann und Nikola Buvak werden eingeschaltet.
Schnell sind sie überzeugt: Die Tote wurde verfolgt. Und der oder die Täter befinden sich immer noch auf der Sicherheitskonferenz. Für Hammermann und Buvak beginnen schwierigste Ermittlungen: Diplomatische Immunität, Geheimhaltungszwänge und abgeschottete Machtzirkel machen es fast unmöglich, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Schwierige Ermittlungen, schwieriger Dreh
Gedreht wird unter anderem auf der echten Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende in München. Der engere Sicherheitsbereich unmittelbar um den Veranstaltungsort am Promenadenplatz, an dem sich von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Militärs und Vertreter internationaler Organisationen treffen, ist abgesperrt und nur mit Akkreditierung betretbar.
Schon für „normale“ TV-Teams, die über die Sicherheitskonferenz berichten, kann ein Dreh an diesem Ort herausfordernd sein – geschweige denn für einen fiktiven Spielfilm. Um den Dreh in dem gut geschützten Areal zu realisieren, hat das Tatort-Team drei Jahre lang geplant.
Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek als neue Münchner Tatort-Kommissare auf Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl folgen, die in diesem Jahr in ihrem letzten Fall ermitteln. Nach 35 Dienstjahren und 100 Fällen verabschieden sich die Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr in den Ruhestand.
Die Ausstrahlung des SiKo-Tatorts, der unter dem Arbeitstitel „Der sichere Tod“ läuft, ist für das nächste Jahr geplant.

