Email-Betrug ist nichts Neues. Beim sogenannten Phishing werden Leute mit gefälschten Emails dazu gebracht, auf schädliche Links zu klicken. Anfang Oktober hat die Verbraucherzentrale erneut gewarnt: Im Umlauf ist eine E-Mail, die angeblich von PayPal kommt.
Vorsicht vor falschen PayPal-Mails
Empfänger sollen ihr Konto über einen Link bestätigen – innerhalb von 24 Stunden, sonst werde es gelöscht. Wer klickt und sich einloggt, gibt seine Daten direkt an Kriminelle weiter.
Derartige Phishing-Mails sind ein weit verbreitetes Ärgernis. Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steckt in etwa jeder dritten unerwünschten E-Mail ein Phishing-Versuch.
So erkennen Sie die falsche Mail
- Zeitdruck: kurze Fristen, Drohung mit Sperrung oder Löschung
- Keine persönliche Anrede mit Ihrem Namen
- Eine seltsame Absenderadresse
- Ein Link, über den Sie sich anmelden sollen
Der Anruf mit der Computerstimme
Auch am Telefon melden sich falsche PayPal-Mitarbeiter. Es beginnt mit einer Bandansage: Vom Konto sei gerade eine verdächtige Zahlung über mehrere hundert Euro abgegangen. Um sie zu stoppen, solle man die Taste 1 drücken. Wer drückt, landet bei Betrügern. Sie drängen dazu, eine Fernwartungs-App zu installieren oder Gutscheinkarten zu kaufen.
Die Bundesnetzagentur warnt ausdrücklich vor dieser Masche. Das Landeskriminalamt Niedersachsen berichtet von einer Frau, die angeblich irrtümlich überwiesene 10.000 Euro mit Gutscheinkarten zurückzahlen sollte. Die Täter lotsten sie dafür am Telefon von Geschäft zu Geschäft. Dabei gilt: PayPal ruft seine Kunden nicht an – und fordert am Telefon schon gar nicht zum Zahlen auf.
Vorsicht bei verdächtigen Telefonnummern
Manche Betrüger nutzen sogar PayPal selbst: Sie stellen über den Dienst eine Rechnung aus, die dann mit echtem PayPal-Absender ankommt. Darin steht eine angebliche Service-Nummer. Wer dort anruft, spricht mit den Tätern. Deshalb: Nummern aus verdächtigen Mails und Rechnungen nie anrufen.
Das sollten Sie tun
- Verdächtige Mails nicht beantworten, keine Links anklicken, in den Spam-Ordner verschieben
- Bei Bandansagen sofort auflegen, keine Taste drücken
- Das Konto nur über die PayPal-App oder die selbst eingetippte Website prüfen
- Keine Fernwartungs-Apps installieren, keine Gutscheinkarten kaufen
- Betrug melden: bei der Bundesnetzagentur oder der Polizei, Phishing-Mails auch an [email protected]
Wer schon Daten eingegeben hat, sollte sofort sein Passwort ändern, PayPal und die Bank informieren und Anzeige erstatten.

