Empfehlungen der Expertenkommission sollen umgesetzt werden
Mit dem Kabinettsbeschluss soll die Umsetzung der Empfehlungen einer Expertenkommission beginnen. Die Bundesregierung schaffe „die Grundlage, damit Kinder und Jugendliche auch in der digitalen Welt sicher und selbstbestimmt aufwachsen können“, sagte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). „Schutz, Befähigung und Teilhabe – das ist unser Auftrag.“
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte, Soziale Medien, so wie sie heute funktionierten, täten Kindern und Jugendlichen nicht gut. „Wir müssen junge Menschen im digitalen Raum besser schützen.“ Hier seien alle gefragt, zuallererst die Plattformen, da sie die Algorithmen kontrollierten und Milliardengewinne machten. Man werde aber auch im Familienrecht klarstellen, dass Eltern eine Verantwortung haben, die Mediennutzung ihrer Kinder zu beaufsichtigen.
Info-Kampagne für Kita-Eltern
Eine bundesweite „Informations- und Sensibilisierungskampagne“ soll zudem die Gefahren digitaler Medien aufzeigen und Unterstützungsangebote verbreiten. Zuerst würden Eltern von Kindern im Vorschulalter angesprochen, erklärte das Ministerium. Die Kampagne solle noch vor Jahresende starten. Für Grundschulkinder soll außerdem ein deutschlandweit einheitliches Schulungsangebot zu Künstlicher Intelligenz (KI) geschaffen werden. Das „KI-Seepferdchen“ solle Kinder befähigen, „mit KI umzugehen, Anwendungen zu erkennen und reflektiert einschätzen zu können“.

