Der bayerische Arbeitsmarkt tritt im Februar nahezu auf der Stelle. Wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, sind derzeit insgesamt 341.061 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind 3.716 weniger als im Januar, aber 14.549 mehr als im Februar vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote liegt damit weiterhin bei 4,4 Prozent – genau wie im Januar. Im Vergleich zum Februar 2025 liegt sie um 0,2 Prozentpunkte höher. Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Markus Schmitz, bezeichnet die aktuelle Situation als Stagnation. So gebe es im Februar keine Signale für eine Erholung am bayerischen Arbeitsmarkt.
Höchster Februarstand seit 16 Jahren
Mit 341.000 Arbeitslosen sei der höchste Februarstand seit 2010 zu verzeichnen. Zudem gehe die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern im vierten Monat in Folge zurück, berichtet Schmitz. Mit einem derzeitigen Bestand von 103.342 gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr zudem deutlich gesunken – nämlich um knapp ein Zehntel.
Der größte absolute Rückgang mit fast 30 Prozent ist in der Zeitarbeit zu verzeichnen, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe (-12 Prozent) und dem Handel (-11 Prozent). Damit seien die Chancen für Arbeitslose, wieder in Arbeit zu kommen, weiter gesunken. „Der Arbeitsmarkt bleibt unter großem Druck“, fasst Markus Schmitz die Situation zusammen.
Schwaben weiter top – Mittelfranken bleibt Schlusslicht
Im Vergleich der Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,8 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Freistaat. Auch Unterfranken mit 4,2 Prozent sowie die Oberpfalz und Oberbayern mit jeweils 4,3 Prozent liegen unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,4 Prozent. Die höchste Arbeitslosenquote weist im Februar erneut der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,9 Prozent auf. Auch Niederbayern mit 4,6 Prozent und Oberfranken mit 4,7 Prozent liegen über dem bayerischen Durchschnittsniveau.

