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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Wiederholung früherer Fehler“: Wie viel Stalin steckt in Putin?
Kultur

„Wiederholung früherer Fehler“: Wie viel Stalin steckt in Putin?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 26. Februar 2026 21:46
Von Uta Schröder
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2 min. Lesezeit
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Kalitins bitteres Fazit: „Dieses politische Klima, das der kurze Sommer des späten 20. Jahrhunderts unterbrach [der Zusammenbruch der UdSSR], wurde Jahre später erneut von Frost und Schneeverwehungen von der Dimension eines ganzen Landes abgelöst. Es konnte nicht anders sein. Wenn die Regierung nicht gegen den Personenkult als solchen kämpft, sondern nur gegen den Namen Stalin, dann gewinnt Stalin. Der Personenkult gehört zum ‚Premium-Machtpaket‘ dazu.“

Inhaltsübersicht
„Aufarbeitung kann warten“„Wiederholung vergangener Fehler“

„Aufarbeitung kann warten“

Wirtschaftskolumnist Dmitri Drise behauptete [externer Link], die Rhetorik der Stalin-Ära sei „wieder in den offiziellen Sprachgebrauch zurückgekehrt“. Manche glaubten sogar, die damaligen „Methoden“, also die Repressionen, seien bis heute „erkennbar“: „Eine offizielle Aufarbeitung der Stalin-Ära ist äußerst komplex und erfordert mindestens die Öffnung zahlreicher Archive. Es ist unwahrscheinlich, dass in dieser historischen Phase Zeit dafür ist. Die Geschichte unseres Landes ist viel zu schwierig. Doch die historische Wahrheit – so bitter sie auch sein mag – ist dringend notwendig.“

Publizist Dmitri Trawin äußerte sich ähnlich kritisch [externer Link]: „Viele möchten die Liebe des Volkes zu Stalin als wichtigstes Merkmal des russischen Volkes darstellen, das sich bewusst für den Totalitarismus und gegen die Freiheit entschieden habe. Aber wenn ein solch stabiles Merkmal in unserer nationalen Mentalität existierte, würde die Liebe zu Stalin kaum je nach Epoche und Umständen schwanken. Und sie schwankt stark.“

„Wiederholung vergangener Fehler“

Trawin ergänzte, ein Grund für die Stalin-Renaissance sei der „Kult um den Großen Sieg“ im Zweiten Weltkrieg: „Nur wer ein gutes Geschichtsverständnis hat, erkennt, dass die Dinge komplexer sind und dass der ‚große Held‘ bei großen Siegen nicht so viel bedeutet. Allerdings gibt es nur wenige Menschen, die sich gut mit Geschichte auskennen und nicht bereit sind, sie durch Mythologie zu ersetzen. Entsprechend das Ergebnis.“

Ein weiterer viel zitierter Polit-Blogger warnte [externer Link]: „Leider ordnet die Geschichtsschreibung nicht immer alles richtig ein, denn sie wird von den Siegern geschrieben. Chruschtschow und Gorbatschow waren Verlierer, was die Bewertung ihres historischen Erbes vorbestimmte. Doch wie wir wissen, führt Geschichtsvergessenheit zur Wiederholung früherer Fehler.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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