Der Autozulieferer Bosch streicht an seinem Standort in Nürnberg massiv Arbeitsplätze. 900 Jobs sollen bis 2029 wegfallen, bestätigte eine Konzernsprecherin eine entsprechende Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Der Abbau der Arbeitsplätze am Standort in der Zweibrückener Straße soll „möglichst sozialverträglich“ gestaltet werden, heißt es.
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Bosch beklagt hohen Wettbewerbsdruck
Der Konzern bedauerte die Entscheidung, betonte aber, man müsse die „Strukturen an das veränderte Marktumfeld anpassen“. Bosch begründet die Maßnahme unter anderem mit zunehmendem Wettbewerbsdruck und sinkendem Absatz in der Autobranche. Der Konzern müsse seine Standorte daher „wettbewerbsfähig und wirtschaftlich tragfähig“ aufstellen.
IG Metall: „Kahlschlag-Pläne“ bei Bosch
Die Gewerkschaft IG Metall spricht angesichts des Stellenabbaus von „Kahlschlag-Plänen“. Der Konzern verlange von den Beschäftigten „weitere 15 Prozent Personalkosteneinsparungen“, ohne selbst Zukunftszusagen zu machen. Eine Schließung des Nürnberger Werks sei „nicht mehr auszuschließen“.
Bosch-Beschäftigte informiert
Am Nachmittag wurden die Beschäftigten in einer Betriebsversammlung über den Stellenabbau informiert. Erst am vergangenen Montag hatte die IG Metall im Zuge eines bundesweiten Aktionstags auf den drohenden Stellenabbau hingewiesen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat hatte die Gewerkschaft dabei von der Bosch-Konzernführung gefordert, mehr „Zukunftsprodukte“ an den Standort zu bringen. Der Standort Nürnberg ist fast ausschließlich vom Geschäft mit Verbrenner-Bauteilen abhängig. Insgesamt arbeiten bislang bei Bosch in Nürnberg rund 1.700 Beschäftigte.

