WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Explodierende Spritpreise: Was hilft wirklich dagegen?
    20. März 2026
    Milliardenverlust: Automobilzulieferer ZF noch tiefer im Minus
    20. März 2026
    Wie komme ich an meine ePA? Ein Selbsttest
    19. März 2026
    Kerosinzuschläge von Fluglinien – berechtigt oder Abzocke?
    19. März 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    „Fabriken des 21. Jahrhunderts“: Hier sind Bayerns Rechenzentren
    19. März 2026
    KI im Krieg: Ein US-Unternehmen stellt sich gegen Trump
    18. März 2026
    Hype um Skyr: TikTok leert die Kühlregale
    18. März 2026
    Wie ein KI-Coach Krankheiten vorbeugen soll
    18. März 2026
    Scrollen bis zur Sucht: Steht Meta vor dem Wendepunkt?
    17. März 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Gedächtnisbuch: Schüler erforschen Biographien von KZ-Häftlingen
    19. März 2026
    Polarlichter und andere Spektakel am Himmel über Bayern
    19. März 2026
    Sprachstandstests für Vierjährige: Wie lief das erste Jahr?
    19. März 2026
    Digitale Bildung: Mehr Tablets, aber zu wenig geschulte Lehrer
    18. März 2026
    Psychische Belastung bei Schülern steigt nach Pandemie erneut
    18. März 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse stehen fest
    19. März 2026
    Spektakuläres Weltraumdrama: „Der Astronaut“ mit Ryan Gosling
    19. März 2026
    Schwermut und Überschwang: Voodoo Jürgens‘ neues Album „Gschnas“
    19. März 2026
    Wie gefährdet ist die Freiheit der Wissenschaft?
    19. März 2026
    Der Urknall ist schuld: Warum Liebe (fast) immer im Chaos endet
    19. März 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Debatte um den Sozialstaat – Kaputtgespart oder noch zu teuer?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Debatte um den Sozialstaat – Kaputtgespart oder noch zu teuer?
Wirtschaft

Debatte um den Sozialstaat – Kaputtgespart oder noch zu teuer?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 20. März 2026 09:49
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

„Für Reformen ohne Kahlschlag“, lautet die Kampagne, mit der der DGB Bayern in den kommenden Monaten in Bayern in Betrieben und in der Öffentlichkeit für seine Vorstellungen werben will.

Inhaltsübersicht
Gewerkschaftsbund geht mit Anliegen in die RegionenAuch Ökonom Cremer kritisiert „aufgeheizte“ DebatteCremer rät zum FaktencheckÖkonom sieht aber auch Reformbedarf

Nach Ansicht des DGB Bayern Vorsitzenden Bernhard Stiedl ist es falsch, so zu tun, als sei der Sozialstaat vor allem ein Kostenproblem. „Der Sozialstaat ist kein Nice-to-have für gute Zeiten – er ist das Fundament unseres Zusammenlebens.“ Der Sozialstaat sorge dafür, dass ein Krankheitsfall nicht zur Armutsfalle werde, Arbeitslosigkeit nicht zu sozialen Absturz führe und jahrzehntelange Arbeit nicht in Altersarmut ende, sagte Stiedl bei der Vorstellung der Kampagne in München.

Seiner Ansicht nach ist der Sozialstaat hierzulande auch nicht aufgebläht. Deutschland liege bezüglich der Kosten im internationalen Mittelfeld. Entscheidend sei, ob man die Risiken solidarisch trage. Finanzierbar sei der Sozialstaat auch – indem Vermögende stärker zur Kasse gebeten werden. Und arbeitswillig seien die Deutschen nach wie vor – nur würden sie zum Beispiel durch fehlende Betreuungsplätze oder zu viele Teilzeitangebote ausgebremst.

Gewerkschaftsbund geht mit Anliegen in die Regionen

Der DGB Bayern hält die Zeit für gekommen, aufgrund der zahlreichen Diskussionen – zum Beispiel über „Lifestyle-Teilzeit„, Rente und hohe Gesundheitsausgaben – auch seine Sicht der Dinge einmal darzustellen. Neben Broschüren, die verteilt werden, laufen seit Ende Februar bayernweit regionale Sozialstaatskonferenzen. Ziel ist es laut DGB Bayern, Beschäftigte, Betriebs- und Personalräte, sowie Gewerkschaftsbände und kommunal Verantwortliche zusammenzubringen. Geplant sind in den nächsten Tagen Veranstaltungen in Schweinfurt, Regensburg, Ingolstadt, Nürnberg und München. Daneben kann man die Forderungen auch auf der Internetseite des Gewerkschaftsbunds (externer Link) nachlesen. Unter anderem setzt sich die Arbeitnehmervertretung für mehr Tarifbindung ein und „ordentliche“ Löhne. Wer die Rente stärken wolle, müsse niedrige Löhne bekämpfen, so Stiedl.

Auch Ökonom Cremer kritisiert „aufgeheizte“ Debatte

Der frühere Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands Georg Cremer kritisiert im Plusminus-Podcast die aufgeheizte und unsachliche Debatte über den deutschen Sozialstaat. Er sieht zwei Extreme: Auf der einen Seite die „Kettensägen-Rhetorik“, die massive Kürzungen fordert, ohne konkret zu werden. Auf der anderen Seite die Klage, der Sozialstaat werde „kaputtgespart“. Beides hält der Wirtschaftswissenschaftler für unzutreffend.

Deutschland gebe stabil knapp ein Drittel seiner Wirtschaftsleistung für soziale Sicherung aus; der Sozialstaat sei weder zusammengebrochen noch „explodiert“, sondern werde seinen Aufgaben gerecht. Allerdings sieht auch er dringenden Handlungsbedarf und zwar, wenn es darum geht, die Aufgaben effizienter und zielgenauer zu erfüllen.

Cremer rät zum Faktencheck

Als Beispiel nennt der Wirtschaftswissenschaftler die Diskussion über Armut. Demnach sind Menschen armutsgefährdet, wenn sie weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung haben. Bedeutet bei Alleinstehenden: Wer weniger als 1.400 Euro pro Monat hat, gilt als armutsgefährdet.

Cremer weist daraufhin, dass ein Großteil der Studierenden, die bereits von zuhause ausgezogen sind, in dieser Armutsstatistik mitgezählt werden, weil sie weniger als 1.400 Euro zur Verfügung haben. Das gilt allerdings nur während ihres Studiums. Cremer sieht dadurch eine „Problemüberzeichnung“ der Armutsdiskussion, andererseits fordert er eine zielgenaue Bafög-Reform. Das Bafög regelt die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten in Deutschland.

Ähnliche Realitäts-Checks schlägt Cremer bei anderen Diskussionen vor, zum Beispiel, ob die bundesweit vielen Tafeln ein Zeichen von Staatsversagen seien.

Ökonom sieht aber auch Reformbedarf

Der Volkswirt fordert einen bürgerfreundlicheren, digitaleren, weniger bürokratischen und stärker auf Bedürftige fokussierten Sozialstaat, der nicht teure Leistungen nach dem Gießkannenprinzip auszahlt. Zusätzliche Ausgaben müssten begrenzt, Mittel umgeschichtet und Bildung deutlich gestärkt werden. Er ist zuversichtlich, dass Reformen gelingen. Allerdings müssten dafür die politischen Kräfte der Mitte sachlich zusammenarbeiten.

 

Dir gefällt vielleicht

Explodierende Spritpreise: Was hilft wirklich dagegen?

Milliardenverlust: Automobilzulieferer ZF noch tiefer im Minus

Wie komme ich an meine ePA? Ein Selbsttest

Kerosinzuschläge von Fluglinien – berechtigt oder Abzocke?

Teurer Sprit, kein Verzicht: Warum Deutschland weiter Auto fährt

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Explodierende Spritpreise: Was hilft wirklich dagegen?
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Explodierende Spritpreise: Was hilft wirklich dagegen?
Wirtschaft 20. März 2026
Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse stehen fest
Kultur 19. März 2026
Gedächtnisbuch: Schüler erforschen Biographien von KZ-Häftlingen
Wissen 19. März 2026
„Fabriken des 21. Jahrhunderts“: Hier sind Bayerns Rechenzentren
Netzwelt 19. März 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?