WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Iran sperrt Straße von Hormus: Folgen für Öl- und Spritpreise
    2. März 2026
    Europas führende Startup-Hubs sitzen in Bayern
    2. März 2026
    Verbrennerverbot für BMW? Bundesgerichtshof verhandelt Klage
    2. März 2026
    Betriebsratswahlen stehen an: Darum sind sie so wichtig
    2. März 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Warum sind unsere Smart Homes so dumm?
    26. Februar 2026
    KI-Waffen: Trump-Regierung greift nach Anthropic
    26. Februar 2026
    Überwachung mit Palantir? Widerstand gegen US-Software wächst
    24. Februar 2026
    Social-Media-Verbot bis 14 – Wie soll das gehen?
    24. Februar 2026
    Mit der Laserkanone gegen die Drohnenbedrohung
    22. Februar 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Adaptive Neurostimulation: Parkinson individuell behandeln
    3. März 2026
    Gartenpflege: Das ist zum Start der Gartensaison zu tun
    2. März 2026
    Psychologie-Content überall – Fluch oder Segen?
    2. März 2026
    Zuckerfasten: Was der Verzicht auf Zucker der Gesundheit bringt
    2. März 2026
    Mut zum Weniger – Wie Lehrkräfte entlastet werden können
    1. März 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Vergessen verhindern: Widerstandskämpferinnen in der NS-Zeit
    2. März 2026
    Die Toten Hosen kündigen letztes Album an
    2. März 2026
    „Alternde Fanatiker“: Deutliche Kritik am Iran aus Russland
    2. März 2026
    Nachruf auf den „Maulwurf-Grabowski“-Erfinder Luis Murschetz
    1. März 2026
    „Tiefe Wurzeln“: Müssen Royals Untergang der Monarchie fürchten?
    1. März 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Der Kampf um Köche und Kellner: Wie Wirte an Behörden scheitern
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Der Kampf um Köche und Kellner: Wie Wirte an Behörden scheitern
Wirtschaft

Der Kampf um Köche und Kellner: Wie Wirte an Behörden scheitern

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 22. Oktober 2024 11:53
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Denis Shershnev ist Koch – mit langer Berufserfahrung: Seine Ausbildung hat er 2002 beendet, 15 Jahre lang in Toprestaurants gearbeitet. Allerdings in Moskau. Im Oktober 2022 flieht er aus Russland nach München, weil er nicht in den Krieg ziehen will. Denis hat keinen Asylantrag gestellt. Er will sofort arbeiten und bewirbt sich im Klosterwirt – für Wirt Gregor Lemke ein Glücksfall. Von seiner Seite aus hätte der Russe sofort starten können. Doch so einfach ist das nicht …

Inhaltsübersicht
Hürden im „Beschleunigten Fachkräfteverfahren“Fast zwei Jahre in WarteschleifeVerbesserung durch „Visum für Berufserfahrene“?

Um als Fachkraft nach Deutschland kommen zu dürfen, muss das Arbeitsvisum vorher im außereuropäischen Ausland beantragt werden. Für Koch Denis heißt es deshalb 2022: ab nach Armenien – ein halbes Jahr später will er in München in der Küche stehen. Damit nichts schiefgeht, beauftragt Wirt Lemke eine Fachanwältin mit der Visumangelegenheit. Sie startet das „Beschleunigte Fachkräfteverfahren“. Es wird eine langwierige Geschichte. Kein Einzelfall.

Hürden im „Beschleunigten Fachkräfteverfahren“

Wer Fachkräfte von außerhalb Europas nach Deutschland holen will, bleibt nicht selten stecken im Sumpf des „Beschleunigten Fachkräfteverfahrens“. Dabei klingt das auf den Online-Seiten der Bundesregierung simpel: Nur sieben Schritten, dann kann die ausländische Fachkraft mit einem Visum nach Deutschland einreisen. Der Arbeitgeber soll sich durch die Ausländerbehörde beraten lassen, einen Vertrag schließen und in Schritt 3 die ausländische Qualifikation anerkennen lassen – etwa 1.500 Organisationen beschäftigen sich hierzulande mit der Berufsanerkennung. Die Grundregel: Nur wenn die berufliche Qualifikation im Ausland gleichwertig ist, darf die Fachkraft in Deutschland arbeiten. Über diesen Schritt kommen viele nicht hinaus.

Hier sieht auch Berufs- und Migrationsforscher Herbert Brücker die höchste Hürde. Erfahrung im Job wird im Beschleunigten Verfahren nicht berücksichtigt, es zählen ausschließlich Zeugnisse. Das sei nicht zukunftsfähig – denn bis 2060 würden mindestens 40 Prozent aller Arbeitskräfte aus dem Ausland kommen, so der Experte. „Wir können uns nicht mehr hinstellen und sagen, alles muss nach deutschen Normen funktionieren. Das ist Geschichte.“ Schließlich hätten die Menschen aus dem Ausland Alternativen: Sie können beispielsweise nach Skandinavien gehen, wo die Anerkennung problemloser läuft.

Fast zwei Jahre in Warteschleife

Wie sieht es derweil beim russischen Koch Denis aus? Die IHK FOSA kommt im August 2023 zu dem Urteil, er habe keine Kochausbildung nach deutschen Maßstäben. Deshalb nützten ihm auch 15 Jahre Berufserfahrung nichts, um eine Anerkennung zu erhalten.

Verbesserung durch „Visum für Berufserfahrene“?

Doch seit Juli 2024 gibt es für Antragsteller wie Denis einen Lichtblick: Sie können bei der ZAB (Zentralstelle für ausländische Bildungsabschlüsse) in Bonn Anträge für das sogenannte „Visum für Berufserfahrene“ stellen. Das neue Gesetz – vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf den Weg gebracht – will die Anerkennung des ausländischen Abschlusses vereinfachen. Als Fachkraft einwandern kann, wer einen im Ausland staatlich anerkannten Hochschul- oder Berufsabschluss hat und zwei Jahre Berufserfahrung innerhalb der letzten fünf Jahre nachweisen kann. Die Krux: Das Jahresgehalt muss mindestens 40.770 Euro betragen. Für viele Familienbetriebe zu viel.

Warum diese hohen Hürden? Man habe Angst vor denen, die kommen und irgendwann dem Sozialstaat zur Last fallen, betont Prof. Brücker. Dabei sind seiner Meinung nach die ökonomischen Verluste viel höher, wenn keine Fachkräfte kommen.

Denis probiert diesen Weg, zumal sein Arbeitgeber bereit ist, den geforderten Lohn zu bezahlen. Im Juli reicht er seinen Antrag ein. Drei Monate später schreibt die ZAB zunächst, die Überprüfung seines Abschlusses werde länger dauern. Doch Mitte Oktober kommt die überraschende Nachricht: Sein Zeugnis wurde anerkannt – 22 Monate nach seiner Ausreise.

Das Fazit? Ein Visum für eine Fachkraft zu bekommen, bleibt ein riesiger Kraftakt.

 

Dir gefällt vielleicht

Iran sperrt Straße von Hormus: Folgen für Öl- und Spritpreise

Europas führende Startup-Hubs sitzen in Bayern

Verbrennerverbot für BMW? Bundesgerichtshof verhandelt Klage

Betriebsratswahlen stehen an: Darum sind sie so wichtig

Mit 26 Hörakustik-Meisterin und Filialleiterin – Lohnt sich das?

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel IG Metall will um Magna-Standort in Neumarkt kämpfen
Nächster Artikel Nudel-Republik Deutschland: Mehr Pasta, weniger Spätzle
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Adaptive Neurostimulation: Parkinson individuell behandeln
Wissen 3. März 2026
Iran sperrt Straße von Hormus: Folgen für Öl- und Spritpreise
Wirtschaft 2. März 2026
Vergessen verhindern: Widerstandskämpferinnen in der NS-Zeit
Kultur 2. März 2026
Die Toten Hosen kündigen letztes Album an
Kultur 2. März 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?