WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Bankensterben auf dem Land: Was hinter dem Fusionsdruck steckt
    27. März 2026
    Honorarkürzung: Psychotherapeuten protestieren weiter
    27. März 2026
    Hohe Spritpreise: Gesetz soll kommen – und dann?
    27. März 2026
    Isar Aerospace: Fischerboot verhinderte zweiten Raketenstart
    27. März 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Wird Doomscrolling verboten? Instagram und YouTube sollen haften
    27. März 2026
    Eisenreich kritisiert mangelnde Verantwortung der Tech-Konzerne
    26. März 2026
    Ist die virale 90s-Challenge eine Datensammel-Verschwörung?
    26. März 2026
    Google ändert per KI Artikel-Überschriften von Medien
    25. März 2026
    Wie können sich Senioren vor Deepfakes schützen?
    25. März 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Vorstoß in die Hölle: Forscher wollen Vulkan anbohren
    27. März 2026
    Forschung: Eingefrorenes und aufgetautes Gehirn funktioniert
    26. März 2026
    Short Videos auf Social Media legen Lernleistung lahm
    26. März 2026
    Exoplaneten – was wir jetzt schon über fremde Planeten wissen
    25. März 2026
    Stiftung Warentest warnt: Asbest in Deko- und Bastelsand
    23. März 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Interview mit „Horst Schlämmer“: Was Söder euphorisch macht
    27. März 2026
    Buchkritik: „Toxibaby“ von der Münchner Autorin Dana von Suffrin
    26. März 2026
    Einer der Wichtigsten der Kulturszene: Alexander Kluge ist tot
    26. März 2026
    Früher Beats, heute Bestseller: Christian Huber im Porträt
    26. März 2026
    Berühmter Musketier Charles d’Artagnan: Rätsel um Skelettfund
    26. März 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Ehegattensplitting streichen? Wer verlieren würde und wer nicht
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Ehegattensplitting streichen? Wer verlieren würde und wer nicht
Wirtschaft

Ehegattensplitting streichen? Wer verlieren würde und wer nicht

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 27. März 2026 08:48
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Lars Klingbeil hat die Debatte um eine Reform neu entfacht, an deren Umsetzung sich bisher keine Bundesregierung herantraut hat: Der Bundesfinanzminister stellt das Ehegattensplitting „in seiner heutigen Form“ zur Debatte. Der Vorstoß ist heikel, weil er Millionen Ehepaare betrifft und eine Grundfrage des Steuerrechts berührt: Soll der Staat die Ehe vor allem als wirtschaftliche Einheit behandeln – oder stärker die individuelle Erwerbsleistung jedes Partners?

Inhaltsübersicht
Die Reaktionen zeigen: Es wird nicht leichtVier Beispiele – vier BerechnungenJe ungleicher die Einkommen, desto größer der Vorteil

Die Reaktionen zeigen: Es wird nicht leicht

Klingbeil begründet seinen Vorstoß damit, dass das Splitting Fehlanreize setze und vor allem Frauen in der Teilzeitfalle halte. Eine Reform könne helfen, zusätzliche Vollzeitstellen zu schaffen. Aus der CSU kommt scharfer Widerspruch: Generalsekretär Martin Huber sagte den Zeitungen der Mediengruppe Bayern, eine Abschaffung wäre „eine Steuererhöhung für Verheiratete und ein massiver Eingriff in Lebensbiografien“. Das lehne die CSU entscheiden ab. Das Motto müsse vielmehr lauten: „Steuern runter statt rauf. Wir wollen Familien entlasten und nicht belasten.“

Vier Beispiele – vier Berechnungen

Seit 1958 können Ehepaare zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung wählen. Bei der Zusammenveranlagung werden die Einkünfte addiert und für die Steuerberechnung halbiert. Dahinter steht die Idee, Paare mit gleichem Gesamteinkommen steuerlich gleich zu behandeln – unabhängig davon, ob einer oder beide das Geld verdienen. Wie stark das wirkt, hängt vor allem von der Einkommensverteilung ab. BR24 hat vier Konstellationen modellhaft berechnet. Grundlage sind Bruttoarbeitslohn, Arbeitnehmer-Pauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag. Nicht berücksichtigt wurden Soli, Kirchensteuer, Kinder und weitere individuelle Abzüge.

  • Fall 1: Beide Partner verdienen 60.000 Euro Jahresbrutto

Im ersten Fall gehen wir davon aus, dass das Einkommen beider Partner im Bundesschnitt liegt. Da sie gleich viel verdienen, ergibt sich kein Splittingeffekt. Die tarifliche Einkommensteuer liegt derzeit bei 27.494 Euro im Jahr. Wird das Ehegattensplitting abgeschafft, ändert sich daran nichts.

  • Fall 2: Ein Partner verdient 40.000, der zweite 20.000 Euro

Hier verdienen beide Partner unterdurchschnittlich, einer davon arbeitet mutmaßlich in Teilzeit. Mit Ehegattensplitting fallen 7.724 Euro Einkommensteuer an. Fällt das Splitting weg, sind es 8.071 Euro. Macht eine Mehrbelastung von 347 Euro im Jahr.

  • Fall 3: Ein Partner verdient 60.000, der zweite 30.000 Euro

Auch hier arbeitet einer der Partner in Teilzeit, der andere verdient in Vollzeit ein durchschnittliches Gehalt. Fällt der Splittingvorteil weg, steigt die Mehrbelastung spürbar von 16.830 auf 17.609 Euro. Das sind jährlich 779 Euro mehr.

  • Fall 4: Ein Partner verdient 90.000 Euro, der andere arbeitet nicht

Besonders stark fällt die Auswirkung des Ehegattensplittings beim klassischen Einverdienermodell ins Gewicht. Wenn der eine Partner sehr gut verdient und der andere zu Hause bleibt, liegt die Steuerlast aktuell bei 17.238 Euro jährlich. Fiele das Ehegattensplitting weg, fielen 26.132 Euro an Steuern an. Das wären ganze 8.894 Euro mehr.

Je ungleicher die Einkommen, desto größer der Vorteil

Genau hier liegt der eigentliche Streit. Wer das Ehegattensplitting verteidigt, argumentiert mit der Ehe als wirtschaftliche Einheit. Wenn ein Partner mehr verdiene und der andere sich stärker um Kinder, Haushalt oder Angehörige kümmere und deshalb möglicherweise in Teilzeit arbeite, müsse das Steuerrecht diese gemeinsame Lebenswirklichkeit berücksichtigen. Eine Abschaffung träfe gerade solche Einverdiener- und Zuverdienerhaushalte.

Wer eine Reform fordert, hält dagegen: Das heutige System begünstige vor allem Paare mit ungleichen Einkommen und trage in vielen Fällen dazu bei, dass sich zusätzliche Arbeit für den Partner, der weniger verdient, weniger lohne. Da dies in vielen Fällen die Frau betrifft, ist häufig von einer Benachteiligung der Geschlechter die Rede.

Bei einer politischen Entscheidung geht es letztlich um die Frage, was stärker gefördert werden soll: der gemeinsame Haushalt oder die individuelle Erwerbsarbeit jedes Einzelnen.

 

Dir gefällt vielleicht

Bankensterben auf dem Land: Was hinter dem Fusionsdruck steckt

Honorarkürzung: Psychotherapeuten protestieren weiter

Hohe Spritpreise: Gesetz soll kommen – und dann?

Isar Aerospace: Fischerboot verhinderte zweiten Raketenstart

Osterurlaub: Eher Spanien statt Nahost

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Short Videos auf Social Media legen Lernleistung lahm
Nächster Artikel Forschung: Eingefrorenes und aufgetautes Gehirn funktioniert
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Vorstoß in die Hölle: Forscher wollen Vulkan anbohren
Wissen 27. März 2026
Interview mit „Horst Schlämmer“: Was Söder euphorisch macht
Kultur 27. März 2026
Wird Doomscrolling verboten? Instagram und YouTube sollen haften
Netzwelt 27. März 2026
Bankensterben auf dem Land: Was hinter dem Fusionsdruck steckt
Wirtschaft 27. März 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?