WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Mehr E-Autos wegen des Iran-Kriegs?
    8. April 2026
    Was ist das wahre Geschäftsmodell der KI-Firmen?
    8. April 2026
    Rente nach 45 Beitragsjahren: Was würde das bedeuten?
    8. April 2026
    Trotz Benzinpreisbremse: Warum der Spritpreis weiter steigt
    8. April 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Apple Maps: Wer hat den Ballermann in „Betrunkene“ umbenannt?
    7. April 2026
    Firma entwickelt virtuelle Reise in die Traumwelten Ludwigs II.
    3. April 2026
    Warum Papier-Landkarten in Russland ein Comeback feiern
    2. April 2026
    Iran droht US-Techfirmen – und trifft wunden Punkt
    1. April 2026
    Deepfake-Gesetze: Was andere Länder anders machen
    1. April 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Wie tragen Umwelteinflüsse zur Entstehung von Parkinson bei?
    8. April 2026
    „Feenstaub“ ist bayerische Pflanze des Jahres 2026
    7. April 2026
    Anti-entzündliche Ernährung: Welche Lebensmittel helfen können
    7. April 2026
    Warnung vor Super-El-Niño: Droht ein globaler Hitzeschub?
    7. April 2026
    Crew von Mond-Mission feiert Rekorde – Rückflug angetreten
    7. April 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Ostermärsche in Bayern: Friedensdemos ohne Jugend?
    7. April 2026
    Einmal Heiland sein: Der Jesus-Simulator „I am Jesus Christ“
    7. April 2026
    Neue Versteckte-Kamera-Show mit Pumuckl: Wie in den Achtzigern
    7. April 2026
    „Der Magier im Kreml“: Putins Architektur der Macht
    7. April 2026
    Osterbotschaft: Bischöfe beklagen Missbrauch des Christentums
    5. April 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Immobilienflut durch Boomer: Kann ich mir bald Eigentum leisten?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Immobilienflut durch Boomer: Kann ich mir bald Eigentum leisten?
Wirtschaft

Immobilienflut durch Boomer: Kann ich mir bald Eigentum leisten?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 8. April 2026 08:49
Von Christin Freitag
Teilen
7 min. Lesezeit
Teilen

 

Babyboomer könnten in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren den Immobilienmarkt mit ihrem Wohneigentum fluten. Denn: Die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1946 und 1964 besitzen viel im Freistaat: 29,8 Prozent aller Eigentumsimmobilien in Bayern sind nach Angaben der Immobilienplattform Jacasa in Babyboomer-Besitz [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt].

Inhaltsübersicht
So hoch ist der „Silver Tsunami Index“Eigentum in bayerischen Städten: Für viele kaum bezahlbarExperten dämpfen ErwartungenViele Immobilien bleiben in der FamilieLändliche Regionen profitieren stärkerTraum vom Eigenheim lebt weiter, aber nicht mehr entscheidend

So hoch ist der „Silver Tsunami Index“

Bundesweit kommt Jacasa im sogenannten „Silver Tsunami Index“ auf 32 Prozent. Der Begriff „Silver Tsunami“ wird für dieses Phänomen zwar genutzt, aber zugleich auch von Immobilienexperten kritisiert, da es sich nicht um den einen Schockmoment handele, sondern sich der Effekt über einen längeren Zeitraum strecke.

Mit zunehmendem Alter werden viele Häuser und Wohnungen frei. Das könnte das Angebot auf dem Markt deutlich erhöhen, löst aber auch Unbehagen aus, wie bei einer 29-jährigen Passantin in München: „Es ist interessant, wie sich das anhört, weil meine Eltern zu dieser Generation gehören, und man damit ein Stück weit auf das Ableben der eigenen Eltern wartet.“

Eigentum in bayerischen Städten: Für viele kaum bezahlbar

Die Realität auf dem Immobilienmarkt ist für junge Menschen ernüchternd. Hohe Preise und ein knappes Angebot prägen vor allem die großen Städte. Viele haben das Gefühl, dass Wohneigentum beispielsweise in München kaum noch realistisch ist – insbesondere für Familien. „Wenn man sich hier in der Stadt was kaufen möchte, das sind ja utopische Preise“, berichtet Lehrerin Bianca Schindler. Der 35-jährige Patrick Gressung erzählt, er und seine Partnerin würden beide in gesicherten Jobs arbeiten und trotzdem sei Eigentum in dem Viertel, in dem sie aktuell wohnen, nicht finanzierbar.

Eine andere Frau schildert, sie könne mittlerweile an einer Hand abzählen, wer in der Situation mit einem kleinen Kind noch in München wohnt. Trotzdem ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden da: Die 19-jährige Studentin Carlotta Keyserlingk sagt BR24, ein Traum sei es schon und sie denke auch darüber nach, dass es ganz schön wäre, etwas Eigenes in der Landeshauptstadt zu haben. In München würde sie sehr gerne bleiben, dort sei sie auch aufgewachsen.

Der gleichalte Gregor Stöhr ist allerdings nicht zuversichtlich, dass das realistisch ist: „Wenn man sich vor allem in München mal die Möglichkeiten anguckt: schwer.“ Dabei träumt auch er von Wohnraum, der ihm selbst gehört, den er selber gestalten kann, Unabhängigkeit von Vermietern.

Experten dämpfen Erwartungen

Dass die Immobilien der Babyboomer die Preise in den Städten deutlich senken werden, halten Fachleute für unwahrscheinlich. Der Wirtschaftswissenschaftler Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft sieht zwar eine leichte Entspannung durch mehr Angebot, aber keinen Preiseinbruch. Die Nachfrage in Städten wie München, Nürnberg oder Augsburg sei weiterhin so hoch, dass maximal mit einer Verlangsamung der Preissteigerung zu rechnen sei – wenn überhaupt.

Professor Tobias Just von der Stiftung für Immobilienwirtschaft IREBS an der Universität Regensburg ist etwas optimistischer: „Es ist davon auszugehen, zusätzliches Angebot wirkt preisdämpfend, vielleicht sogar preissenkend.“ Seiner Ansicht nach wirkt der silberne Tsunami auf jeden Fall entspannend, weil er ein zusätzlicher Effekt sei. Er rechnet vor, dass es sich um etwa vier bis fünf Millionen Immobilien handele, die in den nächsten zwei Jahrzehnten veräußert werden könnten.

Viele Immobilien bleiben in der Familie

Viele Objekte könnten allerdings gar nicht erst auf den freien Markt kommen. Stattdessen werden sie innerhalb der Familie vererbt. Einige junge Menschen befürchten deshalb, ohne entsprechende Kontakte kaum Chancen auf Eigentum zu haben, egal ob auf dem Land oder in der Stadt.

Ann-Christin Krepp, Angestellte im Einkauf, vermutet: „Auch wenn es irgendwie interessant ist, ins Ländliche zu ziehen, hat man eigentlich gar keine Chance, da irgendwie ranzukommen, weil alles über Generationen hinweg weggegeben wird. Das Gleiche ist auch mit den Immobilien, die auch im städtischen Bereich frei werden und vielleicht auch wirklich preislich noch interessant sind, die werden alle unter der Hand weitergegeben.“ Die 20-jährige Wirtschaftspsychologiestudentin Emma Lindhofer befürchtet außerdem, dass die Stadt viele Wohnungen abgreifen könnte, wenn die Babyboomer-Generation „das Zeitliche segnet“.

Der Inhaber des Lehrstuhles für Immobilienwirtschaft Just berichtet allerdings von einer dynamischeren Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten. Kinder würden sehr häufig nicht mehr am selben Ort wie die Eltern wohnen und das bedeute: Sie werden die Immobilien nicht einfach neu bewohnen, weil sie ja nicht am selben Ort sind. Neben Vermietung hält er es deshalb für wahrscheinlich, dass möglicherweise doch verkauft wird. Das durchschnittliche Erwerbsalter liegt laut dem Regensburger Wissenschaftler um die 40 Jahre.

Ländliche Regionen profitieren stärker

Just warnt aber auch: Der Effekt werde regional sehr unterschiedlich ausfallen. Während in Ballungsräumen der Einfluss gering bleibe, könnten ländliche Regionen stärker profitieren. Wer flexibel ist, hat dort bessere Chancen auf günstigere Immobilien.

Martin Voigtländer vom Institut für Deutsche Wirtschaft geht noch weiter und spricht von einer zunehmenden Spaltung zwischen Stadt und Land: „Meine Einschätzung ist, es gibt mehr Vererbungen auf dem Land, in ländlichen Regionen, und viele Menschen, auch junge Menschen, wollen aber eher in die Städte ziehen. Das heißt, wir werden tendenziell ein größeres Angebot in ländlichen Regionen sehen und eine stärkere Nachfrage in den Städten mit entsprechenden weiteren Preisverschiebungen. Also auch das zahlt darauf ein, dass sich die Preisdifferenzen noch erweitern.“

Traum vom Eigenheim lebt weiter, aber nicht mehr entscheidend

Trotz aller Herausforderungen bleibt der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bei vielen jungen Menschen bestehen. Auch in München geben sie die Hoffnung nicht auf – so wie Bäckereiverkäufer Leonel Manana Veloso, der für seine Familie mit einjährigem Sohn auf ein Eigenheim spart. „Ich glaube, ich kann das schaffen“, sagt der 33-Jährige.

Gleichzeitig erzählt ein Passant, dass die Hemmschwelle in seinem Umfeld gesunken ist, weiter in Miete zu wohnen. Dadurch sei man flexibler, umzuziehen, was seiner Meinung nach ein größeres Bedürfnis geworden sei, als zu kaufen. Auf den Silver-Tsunami-Effekt zu warten, dazu raten die Experten Just und Voigtländer jedenfalls nicht.

 

Dir gefällt vielleicht

Mehr E-Autos wegen des Iran-Kriegs?

Was ist das wahre Geschäftsmodell der KI-Firmen?

Rente nach 45 Beitragsjahren: Was würde das bedeuten?

Trotz Benzinpreisbremse: Warum der Spritpreis weiter steigt

Ehegattensplitting streichen? Wer verlieren würde und wer nicht

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Wie tragen Umwelteinflüsse zur Entstehung von Parkinson bei?
Nächster Artikel Was ist das wahre Geschäftsmodell der KI-Firmen?
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Mehr E-Autos wegen des Iran-Kriegs?
Wirtschaft 8. April 2026
Was ist das wahre Geschäftsmodell der KI-Firmen?
Wirtschaft 8. April 2026
Wie tragen Umwelteinflüsse zur Entstehung von Parkinson bei?
Wissen 8. April 2026
Rente nach 45 Beitragsjahren: Was würde das bedeuten?
Wirtschaft 8. April 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?