Auch das vierte Treffen in der Tarifrunde für den öffentlichen Nahverkehr in Bayern zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) hat am Montag in Nürnberg kein Ergebnis gebracht. Man habe sich aber angenähert, heißt es von Verdi Bayern auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks. Beide Seiten wollen sich nun am 15. April erneut treffen.
Die Gewerkschaft schließt weitere Warnstreiks bis dahin nicht aus. Man wolle aber zunächst mit den Beschäftigten in den Betrieben über den Stand der Verhandlungen sprechen. Sollte es erneut zu Aktionen kommen, würden die rechtzeitig angekündigt.
ÖPNV-Tarifrunde: Keine Einigung – aber Zugeständnisse
Beide Seiten haben sich am Montag bewegt. So schließen die Arbeitgeber eine geforderte Verkürzung der Arbeitszeit nicht mehr aus und zeigen sich auch beim Volumen gesprächsbereit.
Die Gewerkschaft wiederum könnte sich zunächst nur den Einstieg in die geforderte 35- statt der gültigen 38,5-Stunden-Woche vorstellen. Auch beim Gehaltsplus bewegte sich die Gewerkschaft. Statt knapp 670 Euro mehr im Monat für ein Jahr fordert sie inzwischen nur noch 550 Euro in zwei Schritten.
Tarifrunde folgt auf Warnstreiks und Gerichtsbeschluss
In der Tarifrunde geht es um den eigenständigen Tarifvertrag für den Nahverkehr in Bayern mit rund 9.000 Beschäftigten. Verdi hatte zum Teil zu mehrtägigen Warnstreiks bei Bussen, Straßen- und U-Bahnen aufgerufen und den Verkehr teils zum Stillstand gebracht.
Eine einstweilige Verfügung der Verkehrsbetriebe in Nürnberg gegen die aus ihrer Sicht unverhältnismäßigen Aktionen hatten die Arbeitsgerichte in erster und auch in zweiter Instanz abgelehnt.

