Der Deutsche Skiverband (DSV) wird sich mit dem Austragungsort Oberstdorf für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 bewerben. Markus Söder hat im exklusiven BR24Sport-Interview nun die Finanzierung für die Wintersport-Großveranstaltung zugesichert. „Der Freistaat Bayern macht da seine Zusage – 100 Prozent“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochabend in Norditalien, wo er die Olympischen Spiele besuchte, und fügte an: „Wir werden alles dafür tun, dass auch der Bund seine Zusagen einhält.“
Die Nordische Ski-WM in Bayern auszutragen, sei ein wichtiger Schritt in Richtung weiterer großer Sport-Veranstaltungen wie der Olympischen Sommerspielen, so Söder. „Bayern kann einfach Großereignisse“, sagte der CSU-Politiker bei seinem Besuch des Mannschaftshotels des Deutschen Skiverbandes, wo er auch zahlreiche bayerische Olympia-Teilnehmer traf. Schon die European Championships 2022 in München hatten die Sport-Euphorie in der bayerischen Landeshauptstadt entfacht und auch die sechs Spiele der Fußball-EM 2024 hatten München in ein Sport-Epizentrum umgewandelt.
Gute Chancen für Oberstdorf – nur ein Mitbewerber
Ursprünglich war eine deutsche Bewerbung für die Titelkämpfe im Skispringen, Skilanglauf und der Nordischen Kombination erst für 2033 geplant. Weil Ramsau in Österreich aber kurzfristig verzichtete, sprang Deutschland in das Rennen ein. Die Erfolgschancen für eine Vergabe im Jahr 2031 sind deutlich höher, da mit Planica (Slowenien) nur ein einziger Mitbewerber im Rennen ist.
Was noch für Oberstdorf spricht: Bereits 1987, 2005 und 2021 war der Wintersportort im Allgäu Austragungsort der Nordischen Ski-WM. Nach der pandemiebedingten Geister-WM 2021 lebt der Wunsch, 2031 ein emotionales Sportfest mit vollen Rängen und nachhaltiger Wirkung auszurichten. Im Fokus steht dabei nicht nur die sportliche Spitzenleistung, sondern auch die langfristige Nutzung der bestehenden Infrastruktur für kommende Generationen von Athletinnen und Athleten.
Im Video: Markus Söder im exklusiven BR24Sport-Interview

