12.11 Uhr: Nahverkehr in Augsburg kommt fast vollständig zum Erliegen
Durch den Warnstreik der Gewerkschaft Verdi ist der Nahverkehr in Augsburg laut den Augsburger Stadtwerken (swa) fast vollständig zum Erliegen gekommen. Am Morgen seien noch zwei der sonst üblichen 76 Straßenbahnen gefahren, seit dem Vormittag können nun gar keine Straßenbahnen mehr eingesetzt werden. Derzeit verkehren laut swa sieben Busse auf den Linien 21 , 24/25 und 38. Diese Linien werden nicht bestreikt, weil sie an private Busunternehmen vergeben sind.
10.31 Uhr: Abstimmung über Streik bei Piloten von Lufthansa-Tochter Cityline
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Vorbereitungen für einen Arbeitskampf bei der Lufthansa-Tochter Cityline intensiviert. Bis zum 26. Februar läuft die Urabstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen, wie die VC am Donnerstag mitteilte. Die Gewerkschaft hatte zuvor die Verhandlungen mit der Lufthansa über eine Gehaltserhöhung für rund 500 Cockpit-Beschäftigte als gescheitert erklärt. Sie fordert eine rückwirkende Gehaltserhöhung von insgesamt 9,9 Prozent in drei jährlichen Schritten ab 2024. VC-Präsident Andreas Pinheiro erklärte, dass bis heute kein tarifliches Angebot des Arbeitgebers vorliege.
09.36 Uhr: Kommunaler Arbeitgeberverband weist Forderungen von Verdi als unerfüllbar zurück
Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern (KAV) lehnt die Forderungen von Verdi im Nahverkehrstarifstreit ab. KAV-Geschäftsführerin Sylvia Arnold erklärte gegenüber BR24, dass die von Verdi geforderte Gehaltserhöhung von 668,75 Euro für die unteren Entgeltgruppen einem Anstieg von über 25% entspreche. Auch die geforderte Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich würde zusätzliche Kosten von 9,1% verursachen. Insgesamt könnten die Forderungen die Personalkosten um mehr als 25% erhöhen, was laut Arnold weder im öffentlichen noch im privaten Sektor finanzierbar sei.
07.50 Uhr: Morgen Streiks in Passau und Landshut
In Passau und Landshut wird morgen gestreikt. Es kann dort zu erheblichen Einschränkungen kommen. Die jeweiligen Stadtwerke bitten die Fahrgäste, sich vor der Fahrt zu informieren.
07.00 Uhr: Warnstreiks in Augsburg
Der Nahverkehr in Augsburg ist wegen eines Warnstreiks am Morgen weitgehend zum Erliegen gekommen. Auch in Regensburg drohten Fahrgästen des ÖPNV Einschränkungen aufgrund des Aufrufs der Gewerkschaft Verdi. Von den rund 140 Bussen und Straßenbahnen, die in Augsburg morgens normalerweise starten, seien nur zwei Straßenbahnen und fünf Busse gefahren, teilten die Stadtwerke (SWA) mit. Diese Linien seien zum Teil an private Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt würden.
06.48 Uhr: Ringen um Gehaltsplus geht weiter
Verdi will für die rund 9.000 Branchenbeschäftigten in Bayern unter anderem rund 670 Euro mehr pro Monat sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Der Kommunale Arbeitgeberverband kritisierte die Arbeitsniederlegungen: Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar. „Daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern. Sie belasten daher die Bevölkerung zu Unrecht“, teilte der Verband mit. Zudem würden die Kostensteigerungen durch höhere Löhne „zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen“.
04.00 Uhr: Donnerstag und Freitag Streiks in Regensburg
In Regensburg wird nicht nur heute, sondern auch am Freitag gestreikt. Die Stadtwerke rechnen daher mit erheblichen Ausfällen und Einschränkungen. Nahezu sämtliche Fahrten von „das Stadtwerk.Mobilität“ fallen aus. Davon betroffen sind auch die Schulbusse sowie die Campus- und Expressbuslinien im Stadtgebiet. Einzelne Stadtbusfahrten, die von privaten Busunternehmen übernommen werden, könnten jedoch stattfinden. Die Regionalbusse sind vom Streik nicht betroffen. Fahrgäste werden gebeten, möglichst auf diese Verbindungen oder andere Verkehrsmittel auszuweichen.
03.30 Uhr: Autobahnmeisterei Pfraundorf/Rosenheim wird bestreikt
Die Warnstreiks bei der Autobahn GmbH des Bundes werden fortgesetzt. Am Donnerstag sind die Beschäftigten der Autobahnmeisterei Pfraundorf bei Rosenheim zu einem ganztägigen Ausstand aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi soll die Aktion um 8.00 Uhr starten.
Wie auf Nachfrage mitgeteilt wurde, soll grundsätzlich bei jeder Witterung gestreikt werden. Ausnahmen gelten lediglich bei extremen Bedingungen wie Blitzeis oder katastrophenähnlichen Lagen. Starker Schneefall zählt laut Verdi nicht dazu, da sich Verkehrsteilnehmer auch unabhängig von einem Streik auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen müssten. Entsprechend seien keine Notdienstvereinbarungen vorgesehen.

