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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Strompreiszonen – was kommt da auf Bayern zu?
Wirtschaft

Strompreiszonen – was kommt da auf Bayern zu?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 14. Oktober 2024 05:54
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Das aktuelle deutsche Stromsystem erinnert ein klein wenig an Planwirtschaft. Jeden Tag wird von einer zentralen Stelle für Deutschland der Strompreis festgesetzt. Kraftwerkseinsatzplanung nennt sich das im Technik-Sprech, der englische Begriff dafür ist griffiger: Dispatch.

Inhaltsübersicht
Strompreis spiegelt regionale Unterschiede nicht widerNetz-Crashs verhindernVerschwendung von MilliardenStrompreiszonen wirken auf vielfältige WeiseBayern ist strikt dagegenDiskussion wird kommen

Strompreis spiegelt regionale Unterschiede nicht wider

Das Problem: Der festgesetzte Zentral-Preis basiert zwar auf Angebot und Nachfrage für das Land insgesamt, für die einzelnen Regionen tut er es nicht. Oft ist es so, dass in Nord- oder Ostdeutschland – wo es besonders viele Windkraftanlagen gibt – zu viel Strom produziert wird. Im Süden gibt es dagegen viel energieintensive Industrie, hier hat man zu wenig Strom. Wäre weiter nicht schlimm, wenn sich der Strom von Nord oder Ost nach Süd abtransportieren ließe. Das klappt aber nicht, weil die Stromnetze das nicht schaffen. Jetzt nicht und auch auf absehbare Zeit nicht, wie Professor Martin Bichler, Energie-Experte der TU München betont.

Netz-Crashs verhindern

Ein weiteres Problem ist physikalischer Art: Es darf in jedes Netz genau nur soviel Strom eingespeist werden, wie dort auch verbraucht wird, sonst crasht das Netz. Um das zu verhindern, müssen Übertragungsnetzbetreiber ständig eingreifen. Auf der einen Seite der Republik werden dann Windparks heruntergedrosselt. Auf der anderen Seite Gasturbinen hochgefahren – nur so lassen sich Angebot und Nachfrage regional wieder ausgleichen.

Verschwendung von Milliarden

Den nicht benötigten Strom bekommen Windkraft-Anbieter trotzdem vergütet, das ist gesetzlich so geregelt. Und das zusätzlich verfeuerte Gas kostet ebenfalls. Diesen Ausgleich auf beiden Seiten nennt man Redispatch – und er verschlingt jedes Jahr sehr viel Geld. In Deutschland betrugen die Redispatch-Kosten laut Bundesnetzagentur (externer Link) 2023 rund drei Milliarden Euro. Ganz abgesehen davon wird jede Menge Energie verschwendet.

Sehr unbefriedigend. Deshalb versucht die Europäische Kommission derzeit zu klären, ob etwas anderes helfen könnte. Die Idee: Deutschland soll beim Strom in verschiedene Preiszonen unterteilt werden.

Strompreiszonen wirken auf vielfältige Weise

Wenn es keinen Einheitspreis mehr gibt, könnte der Strompreis dort steigen, wo es oft zu viel Nachfrage gibt. Das würde dafür sorgen, dass in diesen „Mangel-Zonen“ ein Teil des Stromverbrauchs verschwindet, weil es schlicht zu teuer wird. Es gibt Bichler zufolge eine ganze Reihe von Möglichkeiten für Unternehmen, mit ihren Produktionsprozessen auf steigende Preise zu reagieren. Eine Papier- oder Zementfabrik könnte beispielsweise die Produktion in der Tageszeit nach hinten schieben – vielleicht in die Nacht hinein.

Neben diesen kurzfristigen Nachfrage-Effekten gibt es auch solche, die langfristig auf das Stromangebot wirken. Höhere Preise können Investitionen anschieben. So wird der Bau von Generatoren oder ein stärkerer Ausbau von Stromnetzen womöglich rentabler. Die Unterteilung Deutschlands in mehrere solcher Preiszonen würde also Entlastung schaffen. Wie viele Zonen sinnvoll wären, das versuchen die Wissenschaftler im Auftrag der EU-Kommission gerade auszutüfteln.

Bayern ist strikt dagegen

In der Politik formiert sich unterdessen Widerstand. Mehrere Bundesländer haben die Idee mehrerer Strompreiszonen bereits kategorisch abgelehnt. Darunter auch Bayern, wo es wegen des hohen Energiebedarfs ziemlich sicher teurer werden dürfte. Um wie viel die Preise zwischen den Zonen auseinandergehen müssen, damit der gewünschte dämpfende Effekt auf die Redispatch-Kosten zustande kommt, ist noch unklar. Bisherigen Ergebnissen zufolge könnte aber eine Preisverschiebung im unteren einstelligen Prozentbereich schon ausreichen. Im Bundeswirtschaftsministerium will man die absehbaren Reibereien über regionale Preisunterschiede beim Strom trotzdem gar nicht erst aufkommen lassen. Alles soll so bleiben, wie es derzeit ist, heißt es dort sinngemäß auf Anfrage.

Diskussion wird kommen

Aber die Debatte über Strompreiszonen wird sich auf Dauer nicht mehr verhindern lassen. Noch in diesem Jahr will die EU die von ihr in Auftrag gegebene Untersuchung veröffentlichen, die sogenannte Bidding Zone Review (externer Link). Und dort könnte dann eben schwarz auf weiß stehen, dass sich sehr viel Geld und Energie sparen ließe, wenn man in Deutschland den einheitlichen Strompreis abschafft.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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