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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Engpässe bei Abnehmspritze: Langes Warten für Diabetiker
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Engpässe bei Abnehmspritze: Langes Warten für Diabetiker

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 21. August 2024 06:37
Von Michael Farber
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7 min. Lesezeit
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Zwölf Wochen – so lange wartet Reinhard Neumaier aus Neukirchen am Inn derzeit auf sein Diabetes-Typ2-Medikament, die Spritze „Ozempic“. Der 57-Jährige aus dem Landkreis Passau hat damit sieben Kilogramm abgenommen. Was für ihn aber viel wichtiger ist: Er hat damit seinen Zucker gut im Griff und kann aufs tägliche Insulin-Spritzen verzichten.

Inhaltsübersicht
Ozempic mindestens bis Ende September nicht lieferbar30 Kilo in vier Monaten verlorenSetzen Pharma-Konzerne andere Schwerpunkte?Novo Nordisk: Komplexe Herstellung braucht ZeitKritik an Online-PraxenGroße finanzielle Unterschiede zwischen den SpritzenIm Audio: Abnehmen mit einem Piks

Doch wenn die Spritze gar nicht oder erst nach zwölf Wochen geliefert wird, muss er phasenweise wieder zu Insulin greifen. Seine Strategie, um regelmäßig an die Spritze zu kommen: „Wenn ich Ozempic bekomme, gehe ich zwei Wochen später wieder zum Arzt, und lass‘ mir gleich das nächste Rezept ausstellen.“ So erhöht er die Wahrscheinlichkeit, an sein Medikament zu kommen. Eine Garantie hat er dafür aber nicht.

Ozempic mindestens bis Ende September nicht lieferbar

Neumaiers Apotheker Stefan Burgstaller kann es nicht fassen, dass er Ozempic immer noch nicht vorrätig hat. Burgstaller steht am Rechner in seiner Apotheke in Fürstenzell und zählt, wie viele Patienten auf der Warteliste stehen. Knapp 30 sind es im Moment. „Patienten telefonieren sich mittlerweile quer durch den Bezirk. Neulich hatte ich eine Dame aus Landshut am Telefon. Das ist von uns 130 Kilometer entfernt“, sagt er. „Aber wir haben kein Ozempic auf Lager und wenn, dann bekommen wir nur tröpfchenweise Lieferungen.“ Verstehen kann er das nicht. Denn der Apotheker hatte fest damit gerechnet, dass sich die Lage entspannt, sobald die reine Abnehmspritze für Übergewichtige – „Wegovy“ – auf dem Markt ist. Das ist sie seit über einem Jahr. Doch Ozempic ist nach wie vor knapp. Warum?

30 Kilo in vier Monaten verloren

Seit 2018 gibt es in Deutschland das Medikament „Ozempic“. Es wurde für Diabetiker entwickelt, um den Blutzuckerwert zu senken. Weltweit bekannt wurde die Spritze aber durch ihren Nebeneffekt: Der Speisebrei bleibt länger im Magen, der Appetit wird gedämpft. Ein Piks pro Woche, und die Kilos purzeln. Ärzte wie Joseph Kranert aus Regensburg verschrieben die Spritze damals auch ihren Adipositas-Patienten. „Eine Patientin hat damit in vier Monaten 30 Kilogramm abgenommen. Die Effekte waren unglaublich“, sagt der Allgemeinarzt, der seit Jahren Adipositas-Patienten bei Diäten begleitet.

Der Run auf Ozempic begann – befeuert durch einen Hype aus den USA, wo Prominente auf das Abnehmen mit der Spritze schwören. Ozempic wurde knapp, doch dann legte der Pharmakonzern „Novo Nordisk“ mit der Abnehmspritze „Wegovy“ nach. Sie ist in Deutschland seit einem Jahr auf dem Markt, funktioniert genauso wie das Diabetes-Medikament, ist aber rein für Adipositas-Patienten gedacht.

Setzen Pharma-Konzerne andere Schwerpunkte?

„Wir dachten, die Lösung ist gefunden: Jetzt gibt es ein Medikament für Übergewichtige und ein Medikament für Diabetiker“, so Kranert. Doch Stefan Burgstaller, Apotheken-Sprecher für Stadt und Landkreis Passau, berichtet, dass er die Abnehmspritze „Wegovy“ auf Lager habe, hingegen „Ozempic“ kaum lieferbar sei. In den kommenden Wochen dürfte sich die Situation nicht ändern.

Die Firma „Novo Nordisk“, die Ozempic herstellt, meldet in Deutschland einen Lieferengpass bis Ende September 2024. Kranert kann sich das nur so erklären: „Für mich ist das Problem, dass beide Medikamente vom gleichen Pharmaunternehmen hergestellt werden. Pharmaunternehmen sind logischerweise auf Gewinn aus. Wenn ein Medikament dreimal so viel abwirft wie das andere, dann wird natürlich mehr vom gewinnbringenden Medikament produziert.“

Novo Nordisk: Komplexe Herstellung braucht Zeit

Ob der Pharmakonzern die Produktionskapazität in Richtung Wegovy verschoben hat, dazu äußert sich „Novo Nordisk“ nicht. Auf BR24-Anfrage heißt es, dass keine lokalen Absatzzahlen veröffentlicht würden. Das Unternehmen weist darauf hin, massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten zu investieren. „Wir haben beispielsweise 2023 in Deutschland über 50 Prozent mehr Ozempic-Pens ausgeliefert als im Jahr zuvor“, informiert der Pharma-Konzern. Allerdings seien die Herstellungsprozesse komplex, und es werde einige Zeit dauern, bis die Produktionskapazitäten in dem Maße gesteigert sind, dass die weiterhin hohe Nachfrage gedeckt werden könne. Ein Datum nennt die Firma nicht.

Kritik an Online-Praxen

Die Konsequenz müsse laut Allgemeinarzt Kranert sein, dass Ärzte die Abnehmspritze Patienten nur dann verschreiben, wenn die Gesundheit massiv leide und auch schon andere Diäten versucht worden seien. „Es gibt Menschen, die sind 40 Jahre alt, wiegen 180 Kilo und können sich nicht mehr bewegen, weil sie Arthrose haben. Bei ihnen ist dieses Medikament super. Damit können Leben gerettet und verlängert werden“, sagt er. Aber gesunde Patienten, die einen Body-Mass-Index (BMI) von unter 30 hätten und ein paar Kilo loswerden wollten, sollten seiner Ansicht nach kein Rezept bekommen. „Da habe ich auch schon häufiger Nein gesagt.“

Denn in diesen Fällen stünden auch die möglichen Nebenwirkungen in keinem Verhältnis. „Es könnte zu einem Darmverschluss kommen. Und wer würde für drei, vier Kilo weniger sein Leben riskieren?“ Jeder Patient müsse individuell betrachtet werden. Deshalb hält er es auch für moralisch fragwürdig, dass es Online-Praxen gibt, die Abnehmspritzen verschreiben. „Für 30 Euro Gesprächsabrechnung auf ein Privatrezept“, kritisiert Kranert.

Große finanzielle Unterschiede zwischen den Spritzen

Patienten, die mit Spritze abnehmen wollen, dürften – rein finanziell gesehen – ein Interesse an dem Diabetiker-Medikament haben. Sie müssen nämlich anders als Diabetiker die Spritzen selbst zahlen. Und obwohl der Wirkstoff in beiden Präparaten derselbe ist, gehen die Preise deutlich auseinander. Das Diabetiker-Medikament „Ozempic“ kostet in Deutschland laut Hersteller je nach Dosis zwischen 80 und 217 Euro. Die Abnehmspritze „Wegovy“ ist deutlich teurer, pro Monat sind je nach Dosierung zwischen 172 und 302 Euro fällig.

Im Audio: Abnehmen mit einem Piks

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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