Nicht alle erfreuen sich am kräftigen Buddelmeister Maulwurf, denn seine aufgeworfenen Hügel sind ein Dorn im Auge vieler Gartenbesitzer. Manche greifen zu mehr oder weniger hilfreichen Anti-Maulwurf-Gadgets aus dem Handel, andere zertreten die Hügel direkt. Oft zerstören sie dabei auch die seitlichen Ausgänge und gefährden so die Luftzufuhr. Meist legt der Maulwurf aber einfach neue Hügel an. Übrigens: Fangen, Nachstellen oder Töten ist gesetzlich verboten.
Maulwürfe: Perfekt gebaut fürs Graben
Ob Schädling oder nützlicher Helfer – darüber streiten sich die Geister. Klar frisst der Maulwurf Regenwürmer, aber er lockert die Erde auf und vertilgt auch jede Menge andere unliebsame Tierchen wie zum Beispiel Engerlinge, die Gärtner nicht gerade lieben. Wo Maulwürfe leben, bleibt das Bodenleben intakt, und die aufgewühlte Erde ist ideal zum Gärtnern.
Der Körper des Maulwurfs ist ideal fürs Leben unter der Erde. Einmalig im Säugetierreich: Der Maulwurf hat ein Gelenk, welches den Oberarm mit dem Schlüsselbein verbindet, das hilft ihm beim Graben. Seine riesigen Schaufelhände sind ideal für den Tunnelbau. Der walzenförmige Körper und die zusammengewachsenen Halswirbel schützen den Kopf, sodass er sich mühelos durch enge Gänge bohren kann.
Sinneswahrnehmung unter der Erde
Seine Ohren sind winzig und unter Haut verborgen – lange Löffel würden beim Graben nur stören. Die Augen sind klein und nehmen vermutlich nur Hell und Dunkel wahr. Dafür arbeitet seine Nase ausgezeichnet, und die Sinneshaare am Kopf und Schwanz registrieren jede noch so kleine Erschütterung im Boden.

