Das „Unwort des Jahres 2025“ lautet Sondervermögen. Das gab die unabhängige „Unwort“-Jury am Dienstag in Marburg bekannt. Der Ausdruck unterminiere die demokratische Debatte über die Notwendigkeit einer Aufnahme von Schulden, so die Begründung.
Ausdruck verschleiert, was mit ihm gemeint ist
Der Begriff sei schon seit einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent, heißt es weiter. Im Jahr 2025 habe er dann „sehr deutlich die politischen Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme“ geprägt. In seiner Alltagsbedeutung verdecke er jedoch, was mit ihm eigentlich gemeint sei: die Aufnahme neuer Schulden.
Das „Unwort des Jahres“ wird seit 1991 bestimmt. Für diesen Negativpreis infrage kommen Formulierungen, die aus Sicht der Jury gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, die gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistisch, verschleiernd oder irreführend sind. Mit der Aktion soll für einen angemessenen Umgang mit Sprache sensibilisiert werden.

