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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > „Migrationshintergrund“: Kategorie für Schulen eher ungeeignet
Wissen

„Migrationshintergrund“: Kategorie für Schulen eher ungeeignet

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 19. November 2025 13:48
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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Es gibt Menschen mit Migrationshintergrund und solche ohne Migrationshintergrund. Mit dieser Kategorisierung werden zahlreiche Statistiken veröffentlicht. Laut Statistischem Bundesamt hat jemand einen Migrationshintergrund, wenn er selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Die Kultusministerkonferenz hingegen nimmt einen Migrationshintergrund bei Schülerinnen und Schülern an, wenn mindestens eines der folgenden Merkmale vorliegt: keine deutsche Staatsangehörigkeit, nicht in Deutschland geboren, oder wenn im häuslichen Umfeld nicht Deutsch gesprochen wird.

Inhaltsübersicht
„Mit Migrationshintergrund“ – wie die AfD den Begriff nutztAfD-Kampagnen schüren mit Falschinformationen EmotionenLehrkräfte fordern Integration aller Kinder„Migrationshintergrund“ – braucht es einen anderen Begriff?

Fachleute streiten seit langem über die Bedeutung des Begriffes „Migrationshintergrund“ und wer darunter fällt. Für die Beschreibung der Kenntnisse und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit ausländischen Wurzeln ist er meist wenig hilfreich. Darüber sind sich die meisten Experten einig. Doch gerade in diesem Zusammenhang verwendet die AfD den Begriff immer wieder und reicht etwa Anfragen zum „Migrationshintergrund“ von Schülerinnen und Schülern im Landtag oder Bundestag ein. Dabei verfolgt die Partei ein klares Ziel.

„Mit Migrationshintergrund“ – wie die AfD den Begriff nutzt

So stellte der AfD-Abgeordnete Markus Walbrunn Mitte September 2025 eine kleine Anfrage an den bayerischen Landtag, in der der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an bayerischen Schulen dargelegt werden sollte. In über 1.000 Schulklassen in Bayern hätten 100 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund, hieß es danach seitens der AfD.

Dass es in Bayern 1.110 Schulklassen gibt, in denen für keinen der Schülerinnen und Schüler die Muttersprache Deutsch ist, stimmt laut der Antwort des bayerischen Landtags zwar. Darunter sind aber allein 773 sogenannte Deutschklassen, in denen nicht-deutsche Kinder Deutsch lernen. Auch dass der Anteil bei insgesamt knapp 60.000 Schulklassen, die es in Bayern gibt, gering ist, wird in den Meldungen der Partei und entsprechender Medien nicht erwähnt.

AfD-Kampagnen schüren mit Falschinformationen Emotionen

Es gehe dabei darum, „Ängste zu schüren, Falschinformationen zu schüren, ein Bild davon zu geben, dass an jeder Schule zu 100 Prozent Migrationshintergründe da sind“, sagt dazu Rita Nikolai, Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Vergleichende Bildungsforschung an der Universität Augsburg, die bereits viele Kampagnen der AfD analysiert hat.

Solche Schlagworte sollen Ängste und Emotionen „hochkochen lassen“, sagt die Wissenschaftlerin. Letztendlich wolle die AfD gerade mit ihren Kampagnen zur Schulpolitik „Einfluss auf die nächste Generation nehmen, von den Kinder- und Jugendlichen, die vielleicht dann später potenzielle Wähler ihrer Partei sind“. Auch die Eltern könnten sie durch emotionalisierte Debatten an sich ziehen.

Lehrkräfte fordern Integration aller Kinder

Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), fühlt sich und ihre Kollegen durch solche Kampagnen „unter Druck gesetzt“. Die Verbandschefin hält nichts von einer Kategorisierung der Schülerinnen und Schüler in „mit“ und „ohne“ Migrationshintergrund.

Jedes Kind, das in unsere Schulen geht, sei erstmal ein Kind, das da ist, sagt die Pädagogin, „und wir müssen uns um die Integration kümmern“. Ihrer Ansicht nach müsse man den Fokus darauf legen, dass alle Kinder bestmöglich Deutsch lernen. „Das ist der Schlüssel zum Bildungserfolg in Deutschland und natürlich auch in Bayern“, sagt die BLLV-Präsidentin.

„Migrationshintergrund“ – braucht es einen anderen Begriff?

Weil der Begriff Migrationshintergrund so unscharf ist, ist er in der Erziehungswissenschaft oder in der Bildungsforschung „nicht mehr Usus“, betont die Forscherin Rita Nikolai. Trotzdem brauche es Kategorien und Theorien, „um die Ungleichheit fassen zu können, die im Bildungssystem leider immer noch vorherrscht“, sagt Rassismusforscher Cihan Sinanoglu: „Wenn diese Kategorien aber missbraucht werden, um Kinder auszuschließen, ihr die Zugehörigkeit abzusprechen, dann haben wir ein Problem.“

Migration sei heutzutage gelebte Normalität in Deutschland, und die AfD wolle diese Normalität problematisieren, so Sinanoglu. „Dagegen müssen wir uns natürlich wehren, weil das ein Angriff ist, nicht nur auf die Menschen mit Migrationshintergrund. Es ist ein Angriff auf die Werte, auf das Grundgesetz und auf das Zusammenleben, das jetzt über Jahrzehnte gewachsen ist und das auch eine Erfolgsgeschichte ist.“

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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