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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > EU-Klimadienst Copernicus: 2025 war drittwärmstes Jahr
Wissen

EU-Klimadienst Copernicus: 2025 war drittwärmstes Jahr

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 19. Januar 2026 15:22
Von Michael Farber
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2 min. Lesezeit
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Der EU-Klimadienst Copernicus hat vergangenes Jahr einen neuen, weltweiten Hitzerekord verzeichnet. Damit reiht sich auch 2025 in die Jahre mit den höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ein. Das hat vor allem zwei Gründe: Die klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre werden mehr und die Oberflächen der Ozeane erwärmen sich.

Inhaltsübersicht
1,5 Grad-Grenze kaum noch einzuhaltenErderwärmung: Wissenschaftler nennen zwei Hauptgründe

1,5 Grad-Grenze kaum noch einzuhalten

2025 war laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und fast ebenso warm wie die beiden Rekordjahre davor.

Vergangenes Jahr wurde eine durchschnittliche Lufttemperatur auf der Erde von 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau ermittelt. 2023 waren es 1,48 Grad, im Rekordjahr 2024 1,60 Grad. Damit lag erstmals die globale Durchschnittstemperatur der drei vorangegangenen Jahre mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das geht aus dem Klima-Jahresbericht von Copernicus hervor, der am Mittwoch vorgestellt wurde.

Der neue Copernicus-Befund stützt die Einschätzung vieler Forscher und politischer Akteure in den vergangenen Monaten, dass die 1,5-Grad-Grenze nicht mehr einzuhalten ist und die Menschheit sich daher auf einen folgenschweren Klimawandel einstellen muss.

Erderwärmung: Wissenschaftler nennen zwei Hauptgründe

Als Gründe für die außergewöhnlich warmen vergangenen drei Jahre nennen die Wissenschaftler vor allem zwei: Die klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre werden mehr, da weiterhin vor allem durch menschliche Aktivitäten Kohlendioxid ausgestoßen wird und Wälder, Moore und Böden weniger davon aufnehmen. Außerdem seien die Oberflächen der Ozeane außergewöhnlich warm gewesen, beispielsweise durch das Wetterphänomen El Niño.

Angesichts der derzeitigen Erderwärmung sei mit einer dauerhaften Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze bereits Ende dieses Jahrzehnts zu rechnen, heißt es in dem Bericht. Dies wäre „ein Jahrzehnt früher“ als zuvor angenommen, so die Wissenschaftler.

Die Staatengemeinschaft hatte sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 vorgenommen, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung zu begrenzen.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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