Puppen, Spielfiguren, Bobbycars – Simba Dickie ist als einer der größten Spielwarenhersteller Europas bereits breit aufgestellt. Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem die Marken wie Eichhorn, Smoby, Simba, Majorette oder der Bobbycar-Hersteller BIG. Jetzt kommt ein weiterer Spielzeughersteller dazu: Simba Dickie hat die Mehrheit am US-Spielzeughersteller „Sunny Days“ übernommen.
Die Fürther Unternehmensgruppe will damit auf dem größten Spielzeugmarkt der Welt in Amerika stärker Fuß fassen – und peilt nach einem Umsatzrückgang im laufenden Jahr ein weiteres Wachstum an.
Simba Dickie will mit „Sunny Toys“ in den USA Fuß fassen
Der US-Spielzeughersteller, den die Simba Dickie Group übernommen hat, heißt „Sunny Days“. Das Unternehmen, das Babyartikel, Tierfiguren oder auch Outdoor-Spielzeug verkauft, hat seinen Sitz in South Carolina. Wie viel die Fürther bezahlt haben? Darüber habe man mit den Unternehmensgründern Stillschweigen vereinbart, blockt Simba Dickie-Chef Florian Sieber ab. Aber: „Sunny Days“ habe zuletzt einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich verbucht, sagt er.
Mit Blick auf die zuletzt rund 690 Millionen Euro Jahresumsatz der knapp 20 Unternehmen und Marken umfassenden Unternehmensgruppe ist klar: „Sunny Days“ ist eines der größeren Puzzleteile im künftigen Portfolio der Fürther. Hauptgrund für die Übernahme sei gewesen, dass Simba Dickie im größten Spielzeugmarkt der Welt in den USA bislang „unterrepräsentiert“ gewesen sei. Das habe man nun korrigiert, sagt Sieber.
US-Zölle und schwache Geburtenraten drücken den Umsatz
Dass man einen amerikanischen Spielzeughersteller übernommen hat, habe mit der aktuellen handelspolitischen Weltlage nichts zu tun, so der Simba Dickie-Chef weiter. Auch wenn die Zölle von US-Präsident Donald Trump ein Grund sind, warum es mit dem Umsatz der Unternehmensgruppe um rund drei Prozent nach unten ging: auf 690 Millionen Euro. Auch Währungseffekte hätten dazu beigetragen. Diese herausgerechnet, wäre der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben, rechnet CEO Sieber vor. Deshalb sei er insgesamt auch zufrieden mit den Geschäften im abgelaufenen Jahr.
Dazu kommt: Auch abseits handelspolitischer Entscheidungen hat die Spielwarenbranche mit Herausforderungen zu kämpfen. Der Markt verändert sich – etwa durch immer mehr Konkurrenz durch die digitale Welt. Außerdem mache sich die sinkende Geburtenrate bemerkbar, sagt Sieber. Heißt: Es werden weniger Babyartikel und Spielsachen für Kleinkinder verkauft.
Für das laufende Jahr ist Simba Dickie optimistisch und rechnet mit 720 Millionen Euro Umsatz – die Geschäfte von „Sunny Days“ sind da noch gar nicht mit eingerechnet.

