Er schrieb und sang die großen Hits der Band – und nach seinem Weggang ging es bergab für die Village People: Der Musiker Voctor Willis ist gestern mit 74 Jahren an einer „kurzen, aber aggressiven“ Krankheit gestorben. Das teilte seine Frau heute via Social Media (externer Link) mit.
Erfolge in der Disco-Ära
Geboren am 1. Juli 1951 in Dallas, Texas, machte Willis Mitte der 70er Jahre Bekanntschaft mit dem französischen Disco-Produzenten Jacques Morali. Zusammen hoben sie die Band Village People aus der Taufe: Willis sang die Songs und schrieb bald auch selbst mit an Hits wie „Y.M.C.A.“, „In the Navy“ oder „Go West“. Als Hauptsänger der Band und als Polizist oder Offizier verkleidet wurde er zum weltweiten Star der Disco-Zeit – und zu einem Idol der Schwulenbewegung.
„Der Song wurde nicht als schwule Hymne geschrieben. Aber ich bin froh, dass die Gay-Community ihn als ihre Hymne adoptiert hat, ich habe keinerlei Einwände dagegen,“ sagte Victor Willis einst über „Y.M.C.A.“, den vielleicht bekanntesten Song der Band.
Drogensucht und Rückkehr zur Band
1980 verließ Victor Willis die Village People, deren bisherige Erfolgsserie danach abrupt abriss. Doch auch Willis konnte nicht an die Erfolge mit der Band anknüpfen: Sein Solo-Album blieb lange unveröffentlicht und kam erst 2015 auf den Markt. Willis bekam Drogenprobleme und geriet immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. 2006 machte er einen erfolgreichen Entzug und 2017 kehrte er zurück zu den Village People: Es folgten Konzerte und sogar neue Aufnahmen. Gestern ist Victor Willis im Alter von 74 Jahren gestorben.

