Zum zehnten Mal zwängt sich Sebastian Bezzel alias Franz Eberhofer ab Donnerstag in seinen alten Audi 80, um auf der Suche nach dem Mörder nicht selten den vielleicht bekanntesten Kreisverkehr Deutschlands zu passieren: Mit dem vom BR koproduzierten „Steckerlfischfiasko“ feiert die Eberhofer-Krimi-Reihe rund um den Provinzpolizisten aus Niederkaltenkirchen Jubiläum.
Und es sind wieder alle da, „ein paar sind ein bisschen grauhaariger geworden, dicker oder dünner“, wie Sebastian Bezzel es im Gespräch mit dem BR beschreibt: Neben dem Eberhofer Franz die stets ambitionierte Susi (Lisa Maria Potthoff), die diesmal richtige Bürgermeisterin ihres Ortes werden will und dafür mit vollem Einsatz Wahlkampf betreibt, sein Ex-Kollege Rudi Birkenberger (Simon Schwarz), der mittlerweile obdachlos ist, diesen Fakt aber als Selbstversuch in Konsumverzicht zu verbergen versucht, der spießige Bruder Leopold (Gerhard Wittmann), der Alt-Hippie-Papa (Eisi Gulp) und die bauernschlaue Oma (Enzi Fuchs).
Aussöhnung mit Roman-Autorin Rita Falk
Dass es diesen zehnten Teil überhaupt geben würde, war nicht sicher. Denn nach dem letzten Teil, dem „Rehragout-Rondezvous“, zeigte sich die Autorin der Krimi-Reihe Rita Falk verärgert über die Abweichungen von der Romanvorlage und zog in Zweifel, dass es weitere Verfilmungen geben würde.
Doch diese Differenzen wurden offenbar beigelegt. Und so lösen Franz Eberhofer und Rudi Birkenberger einen neuen Fall rund um den gewaltsamen Tod des „Steckerlfischkönigs“ Paulus, während auch das Familien- und Dorfleben wieder neue Kapriolen schlägt, zu denen sich Franz widerwillig verhalten muss: Sohn Paul möchte Ballett tanzen und die Stammtischfreunde neuerdings lieber Golf spielen, statt in der Wirtschaft zu hocken.

