Das Amtsgericht Bamberg hat am Dienstag eine vorläufige Insolvenzverwaltung für das Unternehmen Maschinenbau Leicht GmbH mit Sitz in Hallstadt im Landkreis Bamberg angeordnet. In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen, das im Maschinen- und Anlagenbau tätig ist, dass der operative Geschäftsbetrieb aber uneingeschränkt weiterlaufe.
Löhne und Gehälter werden bis Ende 2026 gezahlt
Die Löhne und Gehälter der knapp 330 Mitarbeitenden, darunter 38 Auszubildende, seien bis Ende des Jahres über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Der Geschäftsführer von Maschinenbau Leicht, Jochen Michael Schmidt, sagte, eine Ende 2024 eingeleitete strategische Neuausrichtung des Unternehmens zeige bereits positive Effekte: „Das Insolvenzverfahren bietet die Chance, unser über Jahrzehnte gewachsenes Spezialwissen, unsere langjährig gewachsenen Kundenbeziehungen und die strategische Neuausrichtung auf eine tragfähige Basis zu stellen.“
Insolvenzverwalter: „Auftragsbücher sind voll“
Als Insolvenzverwalter wurde Stefan Debus von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen bestellt. „Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Schieflage ist eine akute Liquiditätslücke, kein strukturelles Problem“, betonte Debus. „Die Auftragsbücher sind voll, und Maschinenbau Leicht befindet sich mitten in einem Transformationsprozess hin zu einem diversifizierten Unternehmen, unter anderem mit Kunden aus den Wachstumsbereichen Rüstungs- und Medizintechnik sowie Energie.“
Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, die Kompetenzen im Werkzeugmaschinenbau konsequent weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Kunden, Partnern sowie potenziellen Investoren die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu schaffen.

