Mistral möchte konkurrenzfähig bleiben
Genau hier möchte Mistral ansetzen. Das Pariser Unternehmen gilt als das einzige europäische Unternehmen, das im Rennen um die besten Sprachmodelle international eine Rolle spielt. Allerdings war Mistral hier zuletzt weit zurückgefallen. Seit dem letzten großen Modell – Mistral Large 3 – war fast ein Jahr vergangen, im KI-Zeitalter eine Ewigkeit.
Nun hat Mistral sein neues großes Modell Mistral Large 4 veröffentlicht und setzt wie viele chinesische Unternehmen dabei auf eine „Open Weights“-Veröffentlichung. Mistral Large 4 ist nicht konkurrenzfähig mit den großen amerikanischen Konkurrenten. Laut Mistrals eigenen Vergleichen ist es aber auf Augenhöhe mit den großen chinesischen Modellen. Gesicherte Tests sind in der KI-Welt schwierig – oft bilden sich die Stärken und Schwächen eines Modells erst durch die aktive Nutzung heraus.
Auf Nachfrage von „Der KI-Podcast“ von BR24 und SWR gibt das Unternehmen bekannt, zukünftig häufigere Veröffentlichungen zu planen. Ein knappes Jahr sollte also wohl nicht mehr zwischen jetzt und der nächsten Veröffentlichung liegen.
Geht die Wette auf?
Mistral Large 4 soll Teil einer Kehrtwende sein. In der KI-Szene hatte das Image des Unternehmens zuletzt eher gelitten – auch da sich Mistral von der „Frontier“ der besten KI-Modelle immer weiter entfernt hatte.
Dabei hatte sich Mistrals Geschäft vor allem auf die Zusammenarbeit mit großen Unternehmen konzentriert und weniger auf das Entwickeln von Spitzenmodellen. Mistral verkauft vor allem an Unternehmen und Staaten – zu den Kunden zählen Airbus, BMW und ASML. Zur Veröffentlichung von Large 4 äußerten sich außerdem die französischen Banken Crédit Agricole und La Banque Postale und die Europäische Weltraumorganisation ESA.

