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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > KI kann sich selbst trainieren – aber auch selbst kaputtmachen
Netzwelt

KI kann sich selbst trainieren – aber auch selbst kaputtmachen

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 21. August 2024 13:48
Von Benjamin Lehmann
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2 min. Lesezeit
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„Kollabiert“ die KI?“

In der Praxis ist von diesem Problem bislang nichts zu bemerken. Es gibt immer mehr KI-Inhalte im Internet – dennoch werden die KI-Modelle der Tech-Unternehmen immer besser. Text-KIs wie Claude 3.5 von Anthropic und GPT-4o von OpenAI sind heute schneller, effizienter und um einiges schlauer als noch vor einem Jahr – die KI-Entwicklung lässt sich also bislang nicht aufhalten.

Inhaltsübersicht
„Kollabiert“ die KI?“Fachleute sehen keine Gefahr

Dennoch ist die Sorge um eine KI, die sich selbst verschlechtert, kein rein theoretisches Problem. Eine im Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlichte Untersuchung von KI-Forschern zeigt, dass KI-Modelle unter bestimmten Voraussetzungen „kollabieren“, wenn man sie ausschließlich mit ihren eigenen Daten trainiert.

Das bedeutet: Bittet man ein KI-Modell, Daten zu generieren und nutzt diese Daten unbereinigt zum Training der KI, verliert die KI Stück für Stück an Leistung. Es kommt zum „Model Collapse“ – einer Art KI-Rinderwahnsinn.

Fachleute sehen keine Gefahr

Das klingt dramatisch – doch die Realität ist nuancierter. In der Praxis werden KI-generierte Daten schon länger für das Training von KI-Modellen genutzt – mit positiven Ergebnissen. Allerdings können die künstlichen Daten bislang noch keine menschlichen Daten komplett ersetzen. Es geht darum, die KI-Daten smart zu verwenden.

Noch ist unklar, ob die großen Tech-Unternehmen tatsächlich ihre Versprechen halten können und in einigen Jahren eine deutlich verbesserte „AGI“ liefern – eine generalistische KI, die menschlicher Arbeit in fast allen Bereichen gleichkommt. Insbesondere ist fraglich, ob allein die verfügbaren Daten und Trainingsmethoden dafür ausreichen – oder ob erst einmal weitere technische Durchbrüche nötig sind.

Klar ist aber immerhin: Fürs Erste besteht wohl keine Gefahr, dass die KI-Modelle ihrem eigenen Erfolg zum Opfer fallen.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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