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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Englands Tränen für Europa: „Reise nach Reims“ in Salzburg
Kultur

Englands Tränen für Europa: „Reise nach Reims“ in Salzburg

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 14. Oktober 2024 10:59
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Sonderlich feinfühlig scheinen die Deutschen schon vor 200 Jahren nicht gewesen zu sein: In Rossinis „Reise nach Reims“ fordern sie ausgerechnet Polen und Russen auf, endlich ihre Streitereien beiseite zu lassen und sich wieder zu vertragen. Das war damals ein ebenso brisantes Thema wie heute, wo in der Ukraine der Krieg tobt und das benachbarte Polen sich für einen möglichen Angriff von Putin wappnet. Rossini schrieb seine Europa-Satire 1825 für die Amtseinführung des französischen Monarchen Karl X. und zielte dabei auf die Eitel- und Empfindlichkeiten des Alten Kontinents, von Spanien bis Russland.

Inhaltsübersicht
Revolver und WürgeschlangeEngländer steht im RegenGlück hat es dem Monarchen nicht gebracht

Revolver und Würgeschlange

Der Gag dabei: Obwohl im Titel von einer „Reise“ zu den Krönungsfeierlichkeiten die Rede ist, bewegen sich alle Beteiligten keinen Zentimeter voran. An der Poststation sind keine Pferde zu bekommen, Stillstand ist die Folge. Am Salzburger Landestheater verlegt der Südtiroler Regisseur Andrea Bernard die „Handlung“, die eigentlich gar keine ist, in die unwirtliche Abfertigungshalle eines Flughafens (Bühnenbild mit Leihgaben vom Salzburg Airport: Alberto Beltrame).

Auch dort hebt Europa nicht ab. Stattdessen werden trockene Snacks serviert, Übergepäck bemängelt und die Passagiere an Zoll- und Passkontrolle schikaniert. Naja, ein scharfes Auge scheint angebracht, denn der eine führt einen Revolver mit sich, der andere eine Würgeschlange. Mit der guten Nachbarschaft scheint es nicht weit her.

Engländer steht im Regen

Der gravitätische Lord Sidney (George Humphreys) schnäuzt sich in ein EU-Taschentuch und scheint mit dem BREXIT nicht so recht glücklich geworden zu sein. Er steht buchstäblich im Regen. Der Deutsche Baron Trombonok (Pasquale Greco) motiviert sich mit der Nationalhymne (Haydns Melodie wurde zu Rossinis Zeiten auf „Gott erhalte Franz den Kaiser“ gesungen) und schmuggelt Weißwürste. Der russische General Graf Libenskof (Theodore Brown) ist äußerst impulsiv, schätzt den Wodka, Pelze und teure Geschmeide. Der Spanier Don Alvaro (Yevheniy Kapitula) stolziert in blütenweißer Uniform herum, scheut keine Eifersuchtsszene und lebt den sprichwörtlichen Machismo aus.

Glück hat es dem Monarchen nicht gebracht

Dieser rasende Stillstand ist vor allem nach der Pause äußerst amüsant anzusehen, in den ersten eineinhalb Stunden gibt es dagegen ein paar Längen, denn Rossini nimmt sich viel Zeit für Liebesabenteuer und die exaltierten Auftritte des französischen „Fashion Victim“ Contessa di Folleville (Nicole Lubinger), die am Gepäckband einen Nervenzusammenbruch erleidet, weil ihre zahllosen Koffer auf sich warten lassen.

Die Botschaft von Andrea Bernard ist deutlich: Eine Europaflagge wird am Ende gehisst und alle lassen buchstäblich ihre Hosen runter – unter den mal mehr, mal weniger schicken Klamotten verbergen sich lachhafte, liebenswerte Menschen. Andächtig lauschen sie zum Finale der Hymne für König Karl X., angestimmt von der römischen Operndiva Corinna (Anita Giovanna Rosati). Glück hat es dem Monarchen übrigens nicht gebracht: Er wurde in der Julirevolution 1830 gestürzt.

Wieder am 17., 24., 27 und 30. Oktober am Salzburger Landestheater, weitere Termine.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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