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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > ifo: Die Stimmung in den Unternehmen hellt sich auf
Wirtschaft

ifo: Die Stimmung in den Unternehmen hellt sich auf

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 25. Oktober 2024 13:53
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Die deutsche Wirtschaft hat ihren Sinkflug gestoppt – jedenfalls vorerst. So fasst der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, die aktuelle Stimmung in den Unternehmen zusammen. Aber er betont: Vorerst. Von 85,4 auf 86,5 Punkte hat der ifo Geschäftsklimaindex zugelegt. Eine Trendwende sieht Fuest noch nicht: Man solle diese Stabilisierung auch nicht überbewerten, das könne sich im nächsten Monat wieder verschieben. Aber er denkt, dass wir uns nicht in einer „rabenschwarzen Abwärtsdynamik“ befinden, sondern eher in einer Art Stagnation.

Inhaltsübersicht
Industrie: Es kann nicht mehr schlechter werdenProblem: Uneinigkeit in der RegierungNicht gleich neue Schulden machenWichtiger Frühindikator

Industrie: Es kann nicht mehr schlechter werden

Vor allem in der Industrie war – neben der Baubranche – die Stimmung in letzter Zeit sehr schlecht. Die aktuelle Lage ist in der Industrie auch weiterhin nicht gut, aber die Unternehmen sind an einem Punkt, an dem sie glauben, dass es nicht mehr schlechter werden kann. Ganz gut läuft es derzeit im Dienstleistungsgewerbe: vor allem im Tourismus, der Logistik und der IT. Auch im Handel erwartet Fuest in den nächsten Monaten eine Besserung der Geschäftslage.

Problem: Uneinigkeit in der Regierung

Die Diskussion über einen Investitionsfonds, den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) angestoßen hat, findet der ifo-Präsident grundsätzlich gut. Es sei positiv, dass überlegt werde, wie Investitionen angeregt werden können. Das Problem sei für ihn aber, dass sich die Regierung nicht einig ist und jeder Koalitionspartner völlig andere Ideen habe.

Nicht gleich neue Schulden machen

Grundsätzlich hält Fuest es für sinnvoll, Investitionen zu fördern. Die Gretchenfrage ist für ihn aber: Wie wird das finanziert? Die Pläne des Wirtschaftsministers sehen einen schuldenfinanzierten Investitionsfonds vor – doch für Fuest ist das zu einfach. Seiner Ansicht nach müsse man zuerst überlegen, wie man Bürokratie und Regulierung abbauen könne? Maßnahmen, die erst mal kein Geld kosten. Neue Schulden seien der letzte Schritt.

Wichtiger Frühindikator

Jeden Monat befragt das ifo Institut 9.000 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungssektor, dem Handel und dem Baugewerbe. Die Firmen sollen dabei zum einen ihre aktuelle Lage beurteilen und dann die Aussichten für die nächsten sechs Monate. Der ifo-Geschäftsklimaindex gilt damit als wichtiger Frühindikator, der zeigen kann, wie sich die deutsche Wirtschaft entwickeln wird.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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