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Elektromobilität – teuer muss nicht sein

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 20. November 2025 08:47
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Mittlerweile hat jedes fünfte neue Auto hierzulande einen Elektroantrieb, wie Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes kürzlich gezeigt haben. Auch preislich tut sich einiges – auf dem Markt finden sich immer mehr günstige Angebote.

Inhaltsübersicht
Mittlerweile sechs E-Auto-Modelle für unter 25.000 EuroTestverlierer Dacia SpringTestsieger Hyundai InsterKein deutscher Hersteller beim Test der E-KleinwagenWas ist günstiger: Verbrenner oder E-Auto?

Mittlerweile sechs E-Auto-Modelle für unter 25.000 Euro

Teuer und elektrisch muss nicht sein. Wer vor allem im Stadtverkehr unterwegs ist, hat heute schon eine gewisse, wenn auch überschaubare Auswahl. So stellt man beim ADAC fest, dass es mittlerweile schon sieben Modelle unter 25.000 Euro gibt.

Allerdings gibt es in dieser Preisklasse aktuell kein Angebot von einem deutschen Hersteller. Vor zwei Jahren gab es gerade mal drei Modelle unter 30.000 Euro.

Testverlierer Dacia Spring

Das günstigste Elektroauto ist nach wie vor der Dacia Spring. Hier geht es bei einem Listenpreis unter 17.000 Euro los. Allerdings müssen bei Komfort, Platz und einer getesteten Reichweite von weniger als 200 Kilometern einige Abstriche gemacht werden.

Die Tester bemängelten zudem Ladeleistung, Fahreigenschaften und das Sicherheitsniveau. Das Modell landete deshalb auch auf dem letzten Platz des ADAC-Vergleichs.

Testsieger Hyundai Inster

Testsieger wurde der Hyundai Inster, dessen Reichweite je Ladung mit 290 Kilometern deutlich über der des elektrischen Dacia liegt, zudem bietet er mehr Ausstattung und er hat laut den Testern bessere Fahreigenschaften. Allerdings ist er mit einem Listenpreis ab 24.000 Euro auch deutlich teurer als der Dacia.

Nur wenig schlechter im Test schnitten der Fiat Grande Panda Electric Red ab, gefolgt vom Citroen e-C3 You. Der Fiat 500 e gehört eigentlich auch zu den günstigen Angeboten unter 25.000 Euro, wurde hier aber nicht weiter getestet, da man mit dem Panda bereits ein Modell des Herstellers berücksichtigt hat, wie es heißt.

Kein deutscher Hersteller beim Test der E-Kleinwagen

Getestet wurden auch zwei chinesische Modelle, der BYD Dolphin Surf Boost, der allerdings wegen seines vergleichsweise hohen Preises, seiner längeren Ladedauer und seiner Lenkung Abzüge bekam. Der BYD Dolphin Surf steht zwar für Preise ab 23.000 Euro auf der Internetseite des Herstellers, allerdings war er in Deutschland im Sommer noch nicht so zu bekommen, heißt es beim ADAC auf BR24 Anfrage. Deshalb habe man auf den teureren Boost zurückgegriffen, der bei knapp 27.000 Euro startet.

Auf einem hinteren Platz landete auch der T03 von Leapmotor. Da sich Stellantis an dem Hersteller beteiligt hat, können Kunden auf das breite Händlernetz des Konzerns in Europa zurückgreifen. Zu Stellantis gehören unter anderem Opel, Fiat, Peugeot und Citroen. Das Auto ist mit einem Listenpreis ab 19.000 Euro auch recht günstig, allerdings gilt auch hier, dass man einige Abstriche bei Komfort und Sicherheit machen muss. Wenn vier Erwachsene mit einem Gewicht von je 75 Kilogramm in dem Fahrzeug sitzen, ist das Auto bereits überladen, denn erlaubt ist nur eine Zuladung von 300 Kilogramm.

Wer noch einmal ein paar Tausend Euro drauflegt, bekommt schon recht passable Kleinwagenangebote von deutschen Herstellern. Zum Beispiel von der BMW Tochter Mini den elektrische Cooper, den ID3 von VW, den elektrischen Corsa oder von der VW-Tochter Skoda den Elroq. Und es werden ständig mehr.

Was ist günstiger: Verbrenner oder E-Auto?

Eigentlich ist es eine Binsenweisheit, dass der Anschaffungspreis beziehungsweise die Leasingrate nur ein Punkt ist. Genauso entscheidend sind die Folgekosten. Und da kann es schon interessant werden, sich das Modell in der Typklassenabfrage des Versicherungsverbands GDV anzuschauen (externer link). Je höher die Klasse, desto teurer die Police.

Daneben gilt es auch die Wartungs-, Reparatur- und Betriebskosten zu vergleichen. Das hat der ADAC bei einigen vergleichbaren Modellen getan. Bei einem Benzinpreis von 1,73 Euro pro Liter und 44 Cent pro kWh ist der Preis pro Kilometer beim ID.3 Pure mit über 61 Cent deutlich höher als mit knapp 53 Cent beim Golf 1,5 TSI bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern und einer Fahrzeughaltedauer von fünf Jahren.

Hauptgrund für diesen Unterschied ist wie auch bei anderen Berechnungen dieser Art der hohe Wertverlust von Elektroautos, der zugrunde gelegt wird. Deshalb könnte man sich auch überlegen, ob nicht Leasing eine interessante Alternative ist.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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