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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Kulturstätten nach dem Hochwasser: „Jeden Tag kämpfen!“
Kultur

Kulturstätten nach dem Hochwasser: „Jeden Tag kämpfen!“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 20. Juni 2024 07:58
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Jonathan Rosenwanger führt das Drehteam der BR-Sendung „Capriccio“ durch seinen Schrobenhauser „Cine-Park“. „Ich weiß nur noch, dass ich in Tränen ausgebrochen bin“, sagt Rosenwanger über den Moment, als ihm die Ausmaße der Schäden an seinem Kino klar wurden. Modrig und feucht ist es jetzt in Saal 3 des „Cine-Parks“, es riecht wie in einem Abwasserkanal. Gespenstisch still und dunkel ist die Atmosphäre, nur das Licht der Handytaschenlampen fällt schwach auf die Kinositze. Sie sind voller Schlamm und immer noch pitschnass. Die Brühe, die sich am ersten Juniwochenende in den Saal ergoss, bestand aus dem Wasser der Paar, Heizöl und Fäkalien aus den Kanälen. „Da bildet sich schon der Schimmel. Klar, die Feuchtigkeit“, sagt Rosenwanger. Wahrscheinlich muss alles raus aus diesem Kinosaal.

Inhaltsübersicht
Handwerksmuseum schwer beschädigtWas tun Bund und Freistaat für die Kultur?Nächstes Hochwasser nur eine Frage der ZeitKino Schrobenhausen: Hoffen auf finanzielle Hilfe

Vor gut zehn Jahren hat Jonathan Rosenwanger das Kino in Schrobenhausen übernommen, 2018 hat er alles saniert. Dann kam Corona. Und jetzt das Wasser. Es hat alles kaputt gemacht, die Technik, die Lüftungsanlage, den Projektor.

Handwerksmuseum schwer beschädigt

Ein paar Straßen weiter: Das Zeislmairhaus von 1478 beherbergte das Handwerkermuseum mit Exponaten aus 500 Jahren Stadtgeschichte. Bis das Wasser kam. Museumsleiterin Claudia Freitag-Mair zeigt auf eine feuchte Linie an der Wand: „So hoch stand das Wasser.“ Die Linie reicht ihr fast bis zum Hals.

Der Raum, in dem sie steht, war als historische Wohnstube eingerichtet. „Da ist wirklich alles durchs Wasser geschwommen. Die Türen haben sich ausgehängt, die lagen daneben. Das war irre.“ Neben Freitag-Mair steht die Restauratorin Maria Wimmer. Sie ist von der Landesstelle für die nicht-staatlichen Museen geschickt worden, zur Schadensbegutachtung. Der eigentlich schwarze gusseiserne Ofen von 1848 ist jetzt rostrot verfärbt. Auf ihren Berufsstand kommt jetzt viel Arbeit zu, manches wird trotz professioneller Unterstützung nicht mehr zu retten sein.

Was tun Bund und Freistaat für die Kultur?

Die Kulturstiftung der Länder hat kurz nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal 2021 einen Sonderfonds (externer Link) für die Rettung betroffenen Kulturguts aufgelegt. Die Restaurierung von Objekten zum Beispiel kann mit bis zu 5.000 Euro gefördert werden. Das bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst kündigte die Gründung eines überregionalen Notfallverbunds an und die Anschaffung eines Notfallcontainers bis Mitte 2025, in dem bewegliche Exponate aus Museen gelagert und konserviert werden können. Eine Kontaktgruppe des Notfallverbunds soll über Einsatz und Priorisierung entscheiden.

Nächstes Hochwasser nur eine Frage der Zeit

In hochwassererprobten Städten wie Passau sind viele Kultureinrichtungen auf die flussnahe Gefährdungslage eingestellt. Im Künstlerhaus in Passau gibt es bei Ausstellungen im Erdgeschoss generell keine festen Einbauten, schon vor Jahren wurde ein genau auf zu erwartende Pegelstände abgestimmter Notfallplan erstellt, sagt Mitbegründer Hubert Huber dem BR. Einen solchen Notfallplan will nun auch Claudia Freitag-Mair für Schrobenhausen ausarbeiten, um bei der nächsten Katastrophe besser vorbereitet zu sein. Es hat dort nicht nur das Zeislmairhaus getroffen, auch das Museum im Pflegschloss und das Lenbachmuseum beklagen Hochwasserschäden. Die Technik in diesen Häusern soll nun aus dem Keller in die oberen Stockwerke verlagert werden.

Kino Schrobenhausen: Hoffen auf finanzielle Hilfe

Im „Cine-Park“ weiß Jonathan Rosenwanger noch nicht, wie es weitergeht. Die Filmförderanstalt habe Hilfe zugesagt, er hofft auf schnelle finanzielle Unterstützung vom Freistaat, der die zugesagten Finanzhilfen zuletzt auf 200 Millionen Euro aufgestockt hatte. Damit das Kino irgendwann wieder aufmachen kann. „Das heißt jetzt kämpfen, kämpfen, kämpfen. Jeden Tag, sieben Tage. Aber ich lass mich nicht unterkriegen. Ich mach Kino mit Leidenschaft. Ich bin seit 30 Jahren im Kino und ich lass mich nicht unterkriegen. Auch nicht von einem Hochwasser.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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