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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Land in Sicht: Wirtschaftsaufschwung immer deutlicher messbar
Wirtschaft

Land in Sicht: Wirtschaftsaufschwung immer deutlicher messbar

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. Juni 2025 16:50
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts in München ist im Juni zum sechsten Mal in Folge gestiegen: Von 87,5 auf 88,4 Punkte. Dieser Anstieg spiegelt einen Aufschwung wider, den viele Menschen kaum wahrnehmen. Deshalb hat BR24 gemeinsam mit ARD Plusminus die wichtigsten Indikatoren zusammengetragen, die dafür sprechen, dass es wirklich einen Aufwärtstrend gibt.

Inhaltsübersicht
Positive WirtschaftsindikatorenBlick auf die Frühindikatoren

Positive Wirtschaftsindikatoren

Zwei Drittel der Deutschen glauben, dass die wirtschaftliche Lage bei uns schlecht ist. Das hat eine Umfrage des Eurobarometers [externer Link] im Mai ergeben. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, sieht die Situation jedoch ganz anders: „Die wirtschaftliche Realität heute in Deutschland ist deutlich besser als die Stimmung.“ Fratzscher sagt im ARD-Interview, dass die deutsche Wirtschaft unter einer „mentalen Depression“ leidet, weil sie sich schlechter redet, als sie tatsächlich ist.

Und tatsächlich gibt es auch positive Meldungen aus der Wirtschaft: Zeitarbeiter finden wieder mehr Arbeit. Die Zahl der Baugenehmigungen ist gestiegen. Im Einzelhandel läuft es gut und im Tourismus wurden vergangenes Jahr so viele Übernachtungen wie noch nie gebucht. Es gibt statistisch mehr Unternehmensneugründungen als Geschäftsaufgaben. Der Euro wird stärker, die Inflation steht bei kerngesunden 2,1 Prozent. Der DAX ist seit Jahresbeginn um 20 Prozent gestiegen und Manager von fast 50 Top-Unternehmen wollen ihr Geschäft künftig in Deutschland ausbauen.

Blick auf die Frühindikatoren

All das zusammen spiegelt sich in einem der wichtigsten Wirtschafts-Indizes wider: dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). In dieser Zahl ist alles zusammengefasst, was Deutschland in einem Jahr an Waren und Dienstleistungen erwirtschaftet. Im ersten Quartal 2025 stieg das BIP um 0,4 Prozent, doppelt so stark wie vorher geschätzt. Für das kommende Jahr prognostizieren die Wirtschaftsweisen ein Wachstum von etwa einem Prozent. Monika Schnitzer, eine der Wirtschaftsweisen, zeigt sich dazu optimistisch: „Für nächstes Jahr erwarten wir ein Wachstum von einem Prozent. Das sollte eigentlich Hoffnung geben.“

Auch der Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung GfK zeigt einen Aufwärtstrend. Im Mai lag er bei minus 20,8 Punkten, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem historischen Tiefpunkt von minus 42,8 Punkten im Oktober 2022 ist.

BIP, GfK, ifo – all diese Indikatoren sind wichtig, da sie am Anfang des Wirtschaftskreislaufs stehen. Eine gute Auftragslage führt zu einer besseren Stimmung in den Unternehmen, mehr Beschäftigung und schließlich zu einer höheren Konsumbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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