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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Von ChatGPT bis DeepSeek: So schützen Sie Ihre Daten
Netzwelt

Von ChatGPT bis DeepSeek: So schützen Sie Ihre Daten

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 7. Juli 2025 19:49
Von Benjamin Lehmann
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Welche Modelle trainieren mit Nutzerdaten?

  • ChatGPT von OpenAI verwendet Nutzereingaben standardmäßig zum Modelltraining. In den Einstellungen können Anwender aber unter „Datenkontrollen“ den Schalter „Modell für alle verbessern“ ausschalten, um zu verhindern, dass ihre Gespräche für das Training verwendet werden. Zusätzlich gibt es einen „Temporärer Chat“-Modus, bei dem Unterhaltungen nicht gespeichert werden – zumindest theoretisch. Denn: Kürzlich hat ein US-Bundesrichter angeordnet, dass OpenAI im Rahmen eines Gerichtsverfahrens bis auf Weiteres auch „temporäre“ Chats aufbewahren muss.
  • Claude von Anthropic wiederum gilt als besonders nutzerfreundlich. Als einziger Anbieter verzichtet die Firma standardmäßig auf das Training mit Nutzerdaten und löscht Unterhaltungen automatisch nach 30 Tagen. Nur bei explizitem Feedback durch Nutzer werden die Daten verwendet.
  • Bei Googles Chatbot Gemini werden standardmäßig alle Gespräche zur Modellverbesserung verwendet, und ein Teil wird sogar von menschlichen Bewertern analysiert. In den Google-Kontoeinstellungen können Nutzer die „Gemini Apps-Aktivitäten“ ausschalten, aber Google warnt trotzdem auch selbst davor, vertrauliche Informationen einzugeben.
  • Mistral aus Frankreich positioniert sich als datenschutzfreundliche europäische Alternative. Der Anbieter speichert Daten auf EU-Servern und ermöglicht es, dem Training mit Nutzerdaten zu widersprechen.
  • Der chinesische Anbieter DeepSeek nutzt alle Nutzereingaben explizit zur Modellverbesserung und speichert Daten auf Servern in China. Die Möglichkeit zum Opt-Out besteht zwar, deren Zuverlässigkeit ist jedoch umstritten. Die Berliner Datenschutzbeauftragte etwa will erreichen, dass DeepSeek nicht mehr in deutschen App Stores zugelassen wird.

Worauf Nutzer achten sollten

Wer KI-Chatbots nutzt, sollte die Datenschutz-Einstellungen seines bevorzugten Dienstes überprüfen und das Training mit eigenen Daten ausschalten. Sensible oder berufliche Informationen gehören grundsätzlich nicht in KI-Chats. Als Faustregel gilt: Nur Daten eingeben, die theoretisch auch öffentlich werden könnten.

Inhaltsübersicht
Welche Modelle trainieren mit Nutzerdaten?Worauf Nutzer achten sollten

Besonders vorsichtige Nutzer können auf europäische Anbieter wie Mistral setzen oder die Temporär-Modi nutzen, die inzwischen viele Dienste anbieten – obgleich man sich auch auf diese nicht blind verlassen sollte, wie der Fall OpenAI zeigt. Chinesische KI-Dienste wie DeepSeek sollten deutsche Nutzer dagegen meiden.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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