WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    EU-Regeln, Finanzamt und Wiesn: Das ändert sich im September
    1. September 2026
    Warum so viele Abiturienten eine Ausbildung machen
    1. September 2026
    Junge Menschen ohne Job oder Ausbildung: Wie kommt das?
    1. September 2026
    Kranke Mitarbeiter kosten Milliarden: Warum Betriebe mehr zahlen
    1. September 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    EU führt strengere Regeln für ChatGPT ein
    1. September 2026
    Haben Instagram und Co. das Reisen zerstört?
    30. August 2026
    GTA 6: Lang ersehnter Trailer sprengt das Netz
    28. August 2026
    Kinder und Tiere im Auto vergessen – helfen Warnsysteme?
    28. August 2026
    Bill Gates warnt: Die Welt ist nicht auf KI vorbereitet
    27. August 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Raus aus dem Gedankenkarussell: Was gegen Grübeln hilft
    30. August 2026
    Psilocybin im Gehirn: Studie findet Ordnung im Chaos
    30. August 2026
    Medikamente wie Ozempic: Was, wenn sie Haarausfall verursachen?
    28. August 2026
    Schmetterlinge: Fieberthermometer für den Klimawandel
    28. August 2026
    Mondfinsternis über Bayern: Kein „Blutmond“ und doch spektakulär
    27. August 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    „Inspiration von Bismarck“: Was die AfD für die Kultur plant
    1. September 2026
    „Vaterland“ über Thomas Mann: Meisterwerk mit Sandra Hüller
    1. September 2026
    Wiesn mit drei Streifen – wie Adidas Tracht zum Modethema macht
    1. September 2026
    NS-Raubkunst: Rückgabe zweier Reliefs dank Foto von 1933
    31. August 2026
    Zurück nach Schwabing: Die Lach- und Schieß zieht wieder um
    31. August 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Waller: Warum sie mehr und größer werden und manchmal angreifen
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Waller: Warum sie mehr und größer werden und manchmal angreifen
Wissen

Waller: Warum sie mehr und größer werden und manchmal angreifen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 14. Juli 2025 08:48
Von Michael Farber
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Es begann wie eine Sommerloch-Geschichte, war dann aber sehr real: Ende Juni sorgte ein über zwei Meter langer und 90 Kilogramm schwerer Waller am Brombachsee für Aufsehen. Der Raubfisch hielt sich längere Zeit im Bereich einer Schwimminsel auf und griff dort mehrere Badegäste an, von denen fünf verletzt wurden. Ein Polizist schoss mit seiner Dienstpistole auf das Tier, das schließlich von Anglern gefangen werden konnte. Die Bisswunden der Schwimmer wurden von Rettungskräften noch an Ort und Stelle versorgt.

Inhaltsübersicht
Zweiter Angriff in zwei WochenDas Männchen bewacht das NestVerteidigung gegen EindringlingeAngriffe sind „äußerst selten“„Gewinner des Klimawandels“

Zweiter Angriff in zwei Wochen

Zwei Wochen später griff am Brombachsee erneut einer der Raubfische einen Schwimmer an. Seitdem wird heftig diskutiert: Was sind die Ursachen für die Angriffe? Wie groß ist die Gefahr für Badegäste? Und: Wie sollte man auf die Angriffe reagieren? Ist es angebracht, die Fische zu fangen oder sogar zu töten? Und was ist wichtiger: Das Recht der Menschen, in den Seen zu baden oder das des Fisches, dort zu leben? So groß die Aufregung auch war: Solche Attacken kommen selten vor und vor allem nur während der kurzen Brutzeit.

Das Männchen bewacht das Nest

Beim Waller sind die Männchen am Nestbau und an der Brutpflege beteiligt. Sie sind es, die in einer Wassertiefe von 40 bis 60 Zentimetern eine Laichgrube ausgraben und mit Pflanzenmaterial versehen. Dort warten sie auf ein Weibchen. Nach der Paarung legt dieses ungefähr 25.000 Eier pro Kilo Körpergewicht in der Mulde ab. Das Männchen befruchtet die Eier und bewacht danach das Nest. Dabei fächelt es den Eiern mit der Schwanzflosse sauerstoffreiches Wasser zu – und vertreibt Eindringlinge, die sich der Brut nähern.

Verteidigung gegen Eindringlinge

Genau das ist wohl am Brombachsee geschehen, meint Fischereiwissenschaftler Robert Arlinghaus, Professor am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin: „In dem konkreten Fall ist es dazu gekommen, dass da offensichtlich ein Wels-Männchen unterhalb von so einer Schwimminsel sein Nest gebaut hat. Und dann ist es wie bei anderen guten Eltern auch: Wenn da ein Eindringling kommt, dann wird versucht, diesen Eindringling zu vertreiben und dann schnappt man eben auch mal nach einem Schwimmerbein.“ Eine echte Gefahr geht aber vom Waller nicht aus, sagt Arlinghaus: „Der Wels hat nur kleine Bürstenzähnchen und die Verletzungen dürften sich wirklich im Minimalbereich bewegt haben. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das ein großer Schreck für den Schwimmer war.“

Angriffe sind „äußerst selten“

Grundsätzlich ist der Waller ein ruhiger Zeitgenosse und eher nachtaktiv. Tagsüber liegt er meist am Gewässergrund. Außer in der Brutzeit, so Robert Arlinghaus: „Das Wels-Männchen ist grundsätzlich relativ aggressiv in diesen zwei Wochen und wenn man dann Pech hat und direkt in das Nest eindringt, dann ist vielleicht die Reaktion auch verständlich.“ Am Lärm oder dem regen Badebetrieb habe es sicher nicht gelegen, sondern schlicht an der Nähe zum Gelege des Wallers.

„Gewinner des Klimawandels“

Dabei breitet sich der Raubfisch aus. Dafür gebe es einen eindeutigen Grund: „Der Wels ist eine Warmwasser-Fischart. Diese Art profitiert insbesondere von sich erwärmenden Gewässern, weil der Wels dann noch früher zum Laichen kommt und auch die Nachkommen besser überleben. Und deswegen ist der Wels neben anderen Arten wie dem Karpfen ein Gewinner des Klimawandels“.

 

Dir gefällt vielleicht

Raus aus dem Gedankenkarussell: Was gegen Grübeln hilft

Psilocybin im Gehirn: Studie findet Ordnung im Chaos

Medikamente wie Ozempic: Was, wenn sie Haarausfall verursachen?

Schmetterlinge: Fieberthermometer für den Klimawandel

Mondfinsternis über Bayern: Kein „Blutmond“ und doch spektakulär

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Ein Lebenswerk übergeben? Unternehmen ringen um Nachfolge
Nächster Artikel Eltern haben keinen Anspruch auf Urlaub in den Schulferien
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

„Inspiration von Bismarck“: Was die AfD für die Kultur plant
Kultur 1. September 2026
EU-Regeln, Finanzamt und Wiesn: Das ändert sich im September
Wirtschaft 1. September 2026
„Vaterland“ über Thomas Mann: Meisterwerk mit Sandra Hüller
Kultur 1. September 2026
Warum so viele Abiturienten eine Ausbildung machen
Wirtschaft 1. September 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?