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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Russische Reaktionen: Trump verlegt Atom-U-Boote nach Drohung
Kultur

Russische Reaktionen: Trump verlegt Atom-U-Boote nach Drohung

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 2. August 2025 09:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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„Dmitri Medwedew ist euphorisch. Er ist der erste Mensch weltweit, dessen Netz-Kommentar Atom-U-Boote in Bewegung setzte“, heißt es in einem der reichweitenstärksten russischen Militärblogs [externer Link], den „Zwei Majoren“ (1,27 Millionen Fans).

Inhaltsübersicht
„Worte können unbeabsichtigte Folgen haben“„So kann die Spannung sehr schnell ansteigen“„Ob Putin solche Konsequenzen wollte, ist die Frage“

„Trump verliert den Verstand“, schimpfte der russische Propagandist Sergej Markow [externer Link]: „Damit bricht Trump grob sein Versprechen an die amerikanischen Wähler – keinen Atomkrieg mehr zu riskieren. Atomwaffenfähige U-Boote als Reaktion auf Kontroversen in sozialen Netzwerken zu verlegen, das ist völlige Dummheit und Verantwortungslosigkeit. Warum macht er das? Anscheinend, um den Skandal um Epstein zu vertuschen.“

US-Präsident Donald Trump hatte nach einem verbalen Online-Schlagabtausch mit dem russischen Ex-Präsidenten und jetzigen stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, in einem Post auf „Truth Social“ angekündigt [externer Link], zwei U-Boote mit nuklearer Bewaffnung in „bestimmte Regionen“ zu entsenden.

„Worte können unbeabsichtigte Folgen haben“

Trump nannte eine Drohung von Medwedew „äußerst provokativ“ und begründete seine Anordnung damit, er wolle vorbeugen, falls es nicht nur bei „diesen albernen und aufrührerischen Worten“ bleiben sollte: „Worte sind sehr wichtig und können oft unbeabsichtigte Folgen haben. Ich hoffe, dies wird nicht einer dieser Fälle sein.“

Medwedew hatte auf die Gefährlichkeit der „Toten Hand“ hingewiesen [externer Link], womit ein Mechanismus gemeint ist, der zu Zeiten der Sowjetunion einen weitgehend automatisch gesteuerten atomaren Gegenschlag ausgelöst hätte, falls die politische Führung aus irgendwelchen Gründen zuvor ausgeschaltet worden oder kommunikationsunfähig geworden wäre. Diese Steuerung wurde im Kalten Krieg auch als „Weltzerstörungsmaschine“ bezeichnet.

„So kann die Spannung sehr schnell ansteigen“

Der kremlkritische Politologe Anatoli Nesmijan schrieb [externer Link]: „Die Verlegung von Atom-U-Booten mit dem erklärten Ziel, Russland zu bedrohen, wirft automatisch die Frage nach einer symmetrischen Reaktion auf diese Bedrohung auf – der Verlegung russischer U-Boote in Gebiete, die die Amerikaner als Bedrohung ihrer Sicherheit betrachten könnten – und wird abermals Gegenmaßnahmen auslösen.“ So könne die Spannung sehr schnell ansteigen: „Aber am Anfang war (wie in der Bibel) das Wort. Das Wort eines unzulänglichen und nicht immer gesunden Menschen [Medwedew], der zufällig einen wichtigen Regierungsposten bekleidet.“

„Ob Putin solche Konsequenzen wollte, ist die Frage“

Ähnlich bewertet Blogger Oleg Zarow (396.000 Fans) den Schlagabtausch [externer Link]: „Es ist logisch, dass der russische Präsident unter solchen Umständen gezwungen sein wird, symmetrische Maßnahmen zu ergreifen und auch einige russische U-Boote in Richtung der amerikanischen zu verlegen. Ob Wladimir Putin solche Konsequenzen aus Medwedews Blog-Aktivitäten ziehen wollte, ist die große Frage.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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