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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Apokalypse wie bei Mad Max“: Video blamiert Putins Armee
Kultur

„Apokalypse wie bei Mad Max“: Video blamiert Putins Armee

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 11. November 2025 18:49
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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„Es wirkt wie aus dem postapokalyptischen Actionfilm Mad Max, wo Menschen mit Autos und Motorrädern durch die Einöde rasen“, bemerkt der russische Propagandist Oleg Sarow über ein Video, dass für viele irritierte Kommentare sorgt [externer Link]. Sarow ist dabei nicht der einzige, der sich an den bekannten australischen Filmklassiker von 1979 über einen brutalen Rockerbandenkrieg in der Wüste erinnert fühlt.

Inhaltsübersicht
„So sieht der Krieg heute aus“„Drohnen sind gekommen, um zu bleiben“

Auch die mit 243.000 Abonnenten höchst erfolgreiche Kreml-Propagandistin Anastasia Kaschewarowa schwärmte [externer Link]: „Es ist wie in Mad Max. Sie sind auf ihren Motorrädern, in gespendeten Fahrzeugen und in ihren eigenen, umgebauten Autos unterwegs.“

Grund für die Aufregung: Der angebliche Vormarsch der russischen Soldaten sieht auf den Bildern alles andere als triumphal aus. Vielmehr bahnen sich offenbar ermüdete Männer in Kampfmontur den Weg durch dichten Nebel, teilweise auf Motorrädern, manche in offenen Fahrzeugen. Es sieht eher nach einer Guerilla-Truppe aus, die etwas orientierungslos unterwegs ist und passt in keiner Weise zu den Jubelberichten aus dem Kreml. Entsprechend widersprüchlich wird das Video kommentiert.

„So sieht der Krieg heute aus“

„Die Bilder dürften all jene bestärken, die am Ende des vierten Jahres der Spezialoperation immer noch von groß angelegten Frontdurchbrüchen mit Panzerkolonnen, dem Klappern der Ketten und einer scheinbaren Flut von Kavallerie träumen, begleitet von Hurra-Rufen und gezückten Säbeln“, so Polit-Blogger Juri Barantschik (80.000 Follower) mit bitterer Ironie [externer Link]: „In der Realität sind Offensiven – genau wie im Video – eher unspektakulär. Man sieht Motocross-Maschinen, improvisierte Fahrzeuge der einfachsten Art und hier und da zerschossene Panzerfahrzeuge.“

Wegen der zahlreichen Drohnen in der Luft seien keine größeren Truppenansammlungen mehr möglich, auch keine Panzerkolonnen. Die „Front“ sei nicht mehr geometrisch erfassbar, Kontrollpunkte und Zonen hätten die einstige Hauptkampflinie abgelöst. Blogger Semjon Pegow („Wargonzo“, 850.000 Fans) spottete, es wäre nicht überraschend gewesen, wenn auf dem „beeindruckenden“ Video ein Pferdekarren auftauchte: „So knirscht und mahlt die Geschichte.“

Die „Zwei Majore“, mit 1,27 Millionen Fans einer der größten Telegram-Kanäle, der sich mit dem Kriegsgeschehen befasst, versuchte aufgebrachte russische Leser, die ebenfalls „Mad Max“ zitierten, zu beruhigen [externer Link]: „So sieht der Krieg heutzutage aus, selbst in einem Sektor, in dem bis zu 150.000 Soldaten operieren. Zahlreiche Drohnen machen ein Vorrücken großer Infanterie- und Fahrzeugverbände unmöglich.“

„Drohnen sind gekommen, um zu bleiben“

Autos hielten an der Front zwischen „einem Tag und einer Woche“, Mitleid sei unangebracht: Die Türen seien deshalb ausgebaut worden, damit die darin sitzenden Kämpfer bei einem Drohnenangriff jederzeit herausspringen könnten. Es war von „organisatorischen Problemen“ die Rede, die Heftigkeit der Kämpfe lasse keine andere Wahl, als „alles Verfügbare“ zu nutzen.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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