Die BR-Doku-Serie „In höchster Not – Bergretter im Einsatz“ begleitet echte, teils sehr gefährliche Rettungseinsätze der Bergwachten Grainau, Ramsau und Bad Reichenhall vor der atemberaubenden Kulisse der alpinen Bergwelt. Die von der Bad Reichenhaller Firma Timeline Production im Auftrag des BR produzierte Serie ist eine der bisher aufwändigsten Doku-Produktionen in der ARD-Mediathek.
Franz Hinterbrandner und Max Reichel, die Produzenten der Serie, wurden nun mit dem „Blauen Panther – TV & Streaming Award 2026“ in der Kategorie „Bestes Factual Entertainment Format“ ausgezeichnet. Das wurde in der Sendung „Wir in Bayern“ im BR Fernsehen bekanntgegeben.
Bodycams und 360-Grad-Kameras
Den Machern der Serie sei es gelungen, „klassische Retterformate konsequent weiterzuentwickeln und zu einem modernen, bildgewaltigen Blaulichtfomat zu produzieren“, heißt es in der Jurybegründung. Dabei sei die Bergwelt mehr „als nur Kulisse: Sie wird zum eigenständigen Protagonisten“.
Gleichzeitig gelinge es dem Format, „gesellschaftlich relevante Themen organisch einzubinden“. Die Serie ist stets aus der Perspektive der ehrenamtlichen Retterinnen und Retter erzählt. Gedreht wird teils unter Extrembedingungen mit Bodycams und 360-Grad-Kameras.
Millionen Abrufe in ARD Mediathek
Die ersten beiden Staffeln wurden in der ARD Mediathek bereits mehr als 19 Millionen mal abgerufen. Eine dritte Staffel ist in Produktion und soll 2027 starten. Björn Wilhelm, BR-Programmdirektor Kultur, gratulierte den Machern der Serie: Sie hätten eine herausragende Dokuserie geschaffen, „handwerklich exzellent produziert, immer authentisch und mit großer Zuneigung zu ihren Protagonisten erzählt“.
Serie über Nürnberger Prozesse
Die Award Show des „Blauer Panther – TV & Streaming Award 2026“, dem ehemaligen Bayerischen Fernsehpreis, findet am 21. Oktober in der BMW Welt in München statt. Dort wird dann auch, wie bereits am Sonntag bekanntgegeben wurde, „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“ als „Bestes Dokumentationsdrama“ ausgezeichnet.
Die ARD-Produktion unter Federführung von NDR und BR hat den ersten der sogenannten Nürnberger Prozesse zum Thema und verwebt Spielszenen mit Originalaufnahmen. Die Produzenten Michael Souvignier und Till Derenbach werden für ihre „konsequent filmische Inszenierung“ und die „dichte Dramaturgie“ geehrt.

