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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Österreich: Zweieinhalb Jahre Haft für Investor René Benko
Wirtschaft

Österreich: Zweieinhalb Jahre Haft für Investor René Benko

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 23. September 2026 08:48
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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In einem teilweise neu aufgerollten Prozess ist der österreichische Investor René Benko zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der 49-Jährige seine Gläubiger geschädigt hat. Damit geht der Gerichtsentscheid um sechs Monate über das alte Urteil hinaus.

Inhaltsübersicht
Altes Urteil: Zwei Jahre HaftVorwurf: Gläubiger durch Mietkostenvorauszahlung geschädigtBenko und das „normale Leben“Insgesamt 14 Verfahrensstränge gegen BenkoIm Video: Urteil gegen Benko

Altes Urteil: Zwei Jahre Haft

Benko war bereits im Oktober 2025 wegen dieses Verdachts zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei war er in einem Teilaspekt freigesprochen worden. Diesen Freispruch hatte der Oberste Gerichtshof (OGH) aber aufgehoben. Daher kam es zur erneuten Verhandlung, bei der die Höhe der Strafe neu festgelegt werden musste. Der Strafrahmen für das Delikt beträgt ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Vorwurf: Gläubiger durch Mietkostenvorauszahlung geschädigt

Konkret ging es um den Vorwurf, dass Benko eine Mietkostenvorauszahlung von 360.000 Euro für einen weiteren Wohnsitz geleistet hat, obwohl er kurz vor der Insolvenz stand. Damit soll er seine Gläubiger geschädigt haben. 

Benko bekannte sich laut Nachrichtenagentur APA nicht schuldig. Zum fraglichen Zeitpunkt sei er überzeugt gewesen, dass die Sanierung seiner Signa-Gruppe gelingen werde.

Benko und das „normale Leben“

Die Anmietung des Hauses – neben dem Wohnsitz in der Villa in Igls – sei auf Bitte seiner Frau erfolgt. Dort habe man den Kindern ein „normales Leben“ und einen normalen Schulalltag ohne Personal ermöglichen wollen. Von einem „normalen Leben“ konnte allerdings auch zu Benkos besten Zeiten nicht die Rede sein – wie schon 2025 ein Hausbesuch in seiner früheren Villa am Gardasee zeigte.

Insgesamt 14 Verfahrensstränge gegen Benko

Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er hatte mit seinem Immobilien- und Handelsimperium Signa ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Dazu gehörten auch mehrere Immobilien in München, etwa die Alte Akademie oder der frühere Hertie am Hauptbahnhof – heute Bauruinen in Bestlage.

Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz. Insgesamt laufen gegen Benko und andere Signa-Verantwortliche österreichischen Medien zufolge 14 Verfahrensstränge. Weitere Verurteilungen sind also möglich.

Im Video: Urteil gegen Benko

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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