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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Die große Welle“ und die Farben Japans in München
Kultur

„Die große Welle“ und die Farben Japans in München

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 27. März 2025 15:48
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Die Prunktreppe der Bayerischen Staatsbibliothek ist an sich schon ein Spektakel, jetzt aber schwappen Teile der großen Welle von Hokusai über die Stufen: Dank Wand-Tattoo steigt man vermeintlich mitten hinein in die Wassermassen – und mitten hinein ins Japan des 18. und 19. Jahrhunderts: 130 Farbholzschnitte zeigen das historische Japan in seiner ganzen Fülle.

Inhaltsübersicht
Atemberaubende Farben und DetailsHokusais „Große Welle“ ist das Highlight der Schau

Theateraufführungen und Kampfszenen, Pflaumenblüten und Dämonen, Karpfen im Teich und Porträts schöner Frauen, und das alles in einer künstlerischen und handwerklichen Qualität, wie sie in der weltumspannenden Geschichte des Holzschnitts selten erreicht wurden. Thomas Tabery, Leiter der Orient und Asienabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek: „Der Holzschnitt hat in seiner mehr als 1000-jährige Geschichte und ganz unterschiedliche Höhepunkte erlebt, man denke an Dürer, Munch oder Ernst Ludwig, Kirchner, und im Japan im 18. und 19. Jahrhundert hat er auch einen glänzenden Höhepunkt erlebt und ein Merkmal war seine Farbigkeit.“

In Japan gab es seinerzeit keine Druckerpressen und auch keinen Buchdruck mit beweglichen Lettern à la Guttenberg: Texte und später auch Bilder wurden in feste Druckstöcke aus Kirschholz geschnitten. „Man hat lange schwarzweiß gedruckt“ erklärt Thomas Tabery, „und irgendwann kam Farbe ins Spiel und man hat diesen Druck mit bis zu 15 verschiedenen Farben produziert und eine große Perfektion entwickelt. Also diese Drucke zeichnen sich nicht nur durch künstlerische Exzellenz aus, sondern auch durch ein hohes kunsthandwerkliches Können.“

Atemberaubende Farben und Details

Die Detailfülle der meist um die 30 Zentimeter breiten Blätter ist atemberaubend: Von den Mustern der Gewänder über die einzelnen Haarsträhnen bis zu Zähnen und Fußnägeln ist alles zu erkennen. Die Drucke entstanden in Arbeitsteilung: Die Künstler lieferten die Entwürfe, spezialisierte Holzschneider und Drucker sorgten für die perfekte Umsetzung. Einer der Höhepunkte der Ausstellung: Die große Welle von Katsushika Hokusai: Eine riesige, schaumbekrönte Welle stürzt von links ins Blatt hinein, kaum wahrnehmbar im Wellental zwei Boote, kurz davor, von der Welle getroffen zu werden. Im Hintergrund: der Berg Fuji, schneebedeckt, stoisch und in allbekannter gleichschenkliger Schönheit. „Das dynamische Geschehen im Vordergrund, die Welle und entrückt im Hintergrund der heilige Berg Fuji: damit kommt das Spannungsverhältnis zwischen Schönheit der Natur und Zerstörungskraft der Natur zum Ausdruck, aber auch die Spannung zwischen Ewigem und Vergänglichem. Und Dinge, die verschiedene Interpretationen zulassen, sind grundsätzlich interessant und offen für eine Rezeption, die über lange Zeit trägt“, erklärt Tomas Tabery den großen Erfolg der großen Welle.

Hokusais „Große Welle“ ist das Highlight der Schau

Das Blatt stammt aus den 1830er Jahren. Es ist eines der bekanntesten Kunstwerke der Welt. Schon kurz nach seiner Entstehung wurde es in Europa bekannt und inspirierte Künstler und Musiker wie Claude Monet oder Claude Debussy und löste ein regelrechtes Japan-Fieber aus. 2023 erwarb die Staatsbibliothek einen besonders frühen, schönen und gut erhaltenen Abzug der Welle, denn das Haus ist nicht irgendeine Leihbibliothek: „Die Bayerische Staatsbibliothek als große Universalbibliothek und Gedächtnisinstitution verfügt über ganz verschiedene Spezialsammlungen, so z.B. auch über eine umfangreiche Ostasiensammlung, also unsere Japansammlung, und hier haben wir eben eine Sammlung aufgebaut im Lauf der letzten 100 Jahre, die die gesamte Bandbreite der Buchproduktion und ähnlicher Publikationsformen, eben auch der Einblattdrucke, umfasst.“

„Farben Japans“ ist die größte Ausstellung der Staatsbibliothek seit mehr als 15 Jahren. Und es ist eine seltene Gelegenheit „die große Welle“ und all die anderen Preziosen im Original zu sehen: denn die Arbeiten sind lichtempfindlich, damit die Farben Japans auch noch viele Jahrhunderte so prächtig strahlen, werden sie nur selten gezeigt.

„Farben Japans. Holzschnitte aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek“: Bis 6. Juli in der Staatsbibliothek an der Ludwigstraße in München. Falls Sie noch mehr wissen wollen über die „Große Welle“, empfehlen wir das Radiowissen-Feature „Hokusais große Welle: Wirbel um ein Bild vom Meer“, abrufbar in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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