Der ehemalige Bassist der legendären Hardrock-Band Scorpions ist gestorben. „Eine entsprechende Nachricht seiner Tochter hat uns erreicht“, sagte Band-Sprecher Peter Lanz. Buchholz starb am Donnerstag an Krebs, wie es in einem Beitrag auf seinem Facebook-Profil heißt, der von seiner Familie unterzeichnet ist.
Buchholz habe die Welt friedlich und umgeben von Liebe verlassen, schrieb seine Frau Hella in dem Facebook-Post. „Unsere Herzen sind gebrochen. Während seines Kampfes gegen den Krebs blieben wir an seiner Seite und stellten uns jeder Herausforderung als Familie – genau so, wie er es uns beigebracht hat“.
Während erfolgreichster Zeit Teil der Band
Der 1954 in Hannover geborene Buchholz spielte von 1973 bis 1992 für die Scorpions und prägte am Bass den Sound der Band in den 1970er und 1980er Jahren entscheidend mit, er war auch während der legendären Welttournee von 1984 mit den Scorpions unterwegs.
Auftritte gab es unter anderem im New Yorker Madison Square Garden und in Los Angeles. Klassiker wie „Rock You Like a Hurricane“ und „Still Loving You“ fielen in diese Zeit, die als die erfolgreichste der Gruppe gilt.
Das letzte Scorpions-Album, an dem Buchholz mitwirkte, war die 1990 veröffentlichte Platte „Crazy World“, die zu den kommerziell erfolgreichsten der Band zählt. Auf dem Album befindet sich auch der von Sänger Klaus Meine geschriebene Song „Wind of Change“, der zu einer Art Soundtrack zum Ende des Kalten Krieges wurde.
Trennung mit juristischem Nachspiel
Die erfolgreiche Zeit bei den Scorpions endete für Buchholz dann allerdings in einem bitteren Streit und letztlich auch vor Gericht. Die Rockband trennte sich 1992 nach Auseinandersetzungen um die Geschäftsführung der Gruppe von ihrem Bassisten, verschiedene Gerichte – bis hin zum Bundesgerichtshof – befassten sich in der Folge mit dem Fall.
Bei dem Rechtsstreit durch die Instanzen ging es insbesondere um neun Millionen Mark aus den Einnahmen der mit Hits gespickten Scorpions-Platten. Letztlich wurde geurteilt, dass Buchholz Rauswurf rechtlich nicht zu beanstanden war.
Mit Informationen von dpa.

