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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Habemus Postkarte: Offizielles Papst-Merchandise geht in Verkauf
Kultur

Habemus Postkarte: Offizielles Papst-Merchandise geht in Verkauf

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. September 2025 11:52
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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In einem Hinterhof nahe des Petersdoms kommt der Papst aus dem Farbdrucker. Und nicht nur einmal: Hundertfach lächelt er von Marmor, von Papier, von Kalendern und Karten. Rund vier Monate ist Leo XIV. im Amt. Und so lange gab es von ihm keine lizenzierten Souvenirs. Produzenten, Händler, Kunden – alle haben gewartet. „Auch meine Kontaktleute im Vatikan wussten nicht, was eigentlich der Grund für die Verzögerung war“, sagt Irridio Palomba. Er ist Verkaufsleiter einer kleinen Druckerei für Souvenir-Produkte. In der Branche munkele man, der Papst könnte eitel sein, sagt er. Oder aber im Gegenteil: Leo wolle den Rummel um seine Person klein halten. „Egal: Endlich haben wir die Genehmigung. Habemus Papam.“

Inhaltsübersicht
Nur lizenzierter Papst darf verkauft werdenAutorisiertes Bild habe „klare Botschaft“

Nur lizenzierter Papst darf verkauft werden

Die vergangenen Monate seien aus kommerzieller Sicht „verschwendete Zeit“ gewesen, sagt Palomba – und: „Es gab Kunden, also Geschäfte und Souvenirstände, die waren richtig sauer auf uns, weil wir nichts zu Leo geliefert haben. Aber wir konnten ja nicht.“ Denn produziert und verkauft werden dürfen nur Souvenirs, die der Vatikan freigegeben hat. Nicht lizenzierte Bilder zu verwenden, ist strafbar und kann teuer werden; die italienische Finanzpolizei kontrolliert das.

Nun gibt es also lizenzierte und freigegebene Bilder. Irridio Palomba rennt deshalb im Lager auf und ab und macht mit seinen Kollegen Pakete zur Auslieferung fertig. Sie sind froh, dass es endlich so weit ist. Denn das Geschäft mit den Heiligen Vätern läuft.

„Wir haben natürlich noch Franziskus groß im Angebot – und Johannes Paul II. Obwohl er schon seit so vielen Jahren tot ist, gibt es eine große Nachfrage“, sagt Palomba. Der deutsche Papst Benedikt XVI. hingegen sei eher ein Ladenhüter. „Ihm ist es nicht so gut gelungen, eine Verbindung mit den Gläubigen aufzubauen.“

Autorisiertes Bild habe „klare Botschaft“

Ob Leo XIV. zum Verkaufsschlager wird? Irridio Palomba ist zuversichtlich – und im Laden der Missione Cattolica am Petersplatz sind sie es auch. „Viele Leute haben nach Karten und Bildern von Papst Leo gefragt – umso dankbarer sind wir, dass wir sie jetzt haben und verkaufen können“, sagt Mitarbeiterin Dalila Gasbarra. Zwischen Magneten vom Kolosseum und Postkarten mit Pasta grüßt jetzt auch der neue Papst. Auf einem der Bilder lächelt er frontal in die Kamera und hat die Hände auf Brusthöhe aufeinandergelegt.

Die neuen Souvenirs im Sortiment seien mehr als Nippes, so Filialleiter Padre Antonio: Leo sei ein zurückhaltender, fast schüchterner Mensch, aber „auf diesem autorisierten Bild gibt er uns die klare Botschaft: Ich bin mit euch, ich bin da. Und ich freue mich, dass wir diese Präsenz durch die Produkte nun mit den Menschen teilen können.“

Tausende Touristen tummeln sich in Rom – nicht alle wegen Vatikan und Papst, aber besonders viele sind heuer wegen des Heiligen Jahres der katholischen Kirche da. Jetzt können sie Leo XIV. als Kühlschrankmagnet mit nach Hause nehmen oder als Postkarte in alle Welt verschicken.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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