WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Gesetz beschlossen: Tankrabatt kommt zum 1. Oktober
    25. September 2026
    Gas, Öl, Fernwärme: Wie teuer wird der Heizwinter?
    25. September 2026
    VW-Konzern ruft Millionen Autos zurück – Lenkungsausfall droht
    25. September 2026
    Warum eine Bürgerversicherung vermutlich nicht kommen wird
    25. September 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Hackerangriff auf die LMU: Wie groß ist der Schaden?
    22. September 2026
    Warnungen vor KI-Risiken: Wie können wir uns schützen?
    19. September 2026
    Eltern mit Spotify: Endlich keine Kinderlieder mehr im Profil
    18. September 2026
    KI außer Kontrolle: Ein Tech-Streit wird plötzlich Mainstream
    16. September 2026
    Geplante Digitalregeln der EU: Das könnte der „Kids Act“ bringen
    15. September 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Klimawandel: Lenggries ohne Skifahren – wie Sommer ohne Wasser
    25. September 2026
    Studie: In vielen EU-Ländern werden Kinder weniger geimpft
    24. September 2026
    Selbstoptimierung per Spritze: Der Boom um Peptide
    24. September 2026
    Wildcampen wie in Schweden: Was spricht dafür, was dagegen?
    22. September 2026
    Früher ins Klassenzimmer: Bayern reformiert die Lehrerausbildung
    21. September 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    So nutzt die AFD den popkulturellen Zeitgeist für ihre Zwecke
    27. September 2026
    Schwer zu greifen: „Primetime“ von Lance Oppenheim
    27. September 2026
    Oasis und ihre ganz spezielle Beziehung zu München
    27. September 2026
    Ausstellung in München: „Ali Mitgutsch und das große Gewimmel“
    26. September 2026
    Videokunst und Schmalznudeln: Die Garagen Biennale in Buchbach
    26. September 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Riot Days“: Pussy Riot in den Münchner Kammerspielen
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Riot Days“: Pussy Riot in den Münchner Kammerspielen
Kultur

„Riot Days“: Pussy Riot in den Münchner Kammerspielen

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 27. September 2026 17:47
Von Uta Schröder
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Wenn Putin Russland in die Hölle schickt und die Welt überhaupt Kopf steht, kann der Protest dagegen nicht laut genug sein. Die „Riot Days“ von Pussy Riot in den Münchner Kammerspielen eröffnete denn auch der Drummer Eric J. Breitenbach mit einem bombastischen Schlagzeugsolo. Ein Wachtrommeln gewissermaßen. Das Publikum war elektrisiert.

Inhaltsübersicht
Neue Versionen mit wechselnden Besetzungen„Riot Days“ soll aufrütteln

„Wir erzählen eine Geschichte über das, was in Russland im Laufe von zehn Jahren passiert ist“, sagte Maria Aljochina, Mitbegründerin von Pussy Riot, aktuell in Abwesenheit zu 13 Jahren und 15 Tagen Haft in Russland verurteilt. „Der Bogen spannt sich von meiner ersten ‚Pussy Riot‘-Aktion bis zu meiner Flucht. Wir berichten darüber, was sich im Land abgespielt hat. Dabei geht es nicht nur um Russland, denn die Faschismus-Gefahr ist überall. Auch in Deutschland. Wir haben unsere ganze Seele in diese Show gelegt, vielleicht wird sie etwas verändern.“

Neue Versionen mit wechselnden Besetzungen

„Riot Days“ ist eine multimediale Punk-Oper über den Putinismus und künstlerische Renitenz. Pussy Riot führen sie schon gut zehn Jahre auf, in immer neuen Versionen und mit wechselnden Besetzungen. Neben Maria Aljochina und Eric J. Breitenbach stehen in den Kammerspielen Taso Pletner und Alina Petrova auf der Bühne. Vor Standmikrophonen singen sie, spielen Flöte und Geige, skandieren etwa „Putin wird dich lehren, das Vaterland zu lieben“, sie tanzen und schlagen zornig mit den Fäusten in die Luft.

Eine Choreografie, die gekonnt Bezug nimmt auf die im Hintergrund laufenden Videos von roboterhaften Polizeiaufmärschen, von Verhaftungen, Prozessen, Lagern, Isolationszellen, Putinauftritten und Pussy-Riot-Aktionen. Gleichsam flüchtige Tableaus russischer Zeitgeschichte, angefangen beim Auftritt in der Christi-Erlöserkathedrale 2012 in Moskau: Ein Punkgebet, in dem „Pussy Riot“ die Gottesmutter um Hilfe bitten, Putin zu vertreiben. „Wir gingen zur Kirche, als würden wir schwimmen, wir konnten unsere Beine nicht fühlen“, erinnert sich Maria Aljochina.

„Riot Days“ soll aufrütteln

Der Auftritt dauerte nur 40 Sekunden, der Prozess zog sich über Wochen hin. Maria Aljochina und Nadja Tolokonikova wurden zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Ihr persönliches Schicksal verbindet Maria Aljochina in „Riot Days“ mit dem Los tausender anderer russischer Dissidenten. „Als wir das erste Mal inhaftiert wurden, war das ein Skandal, der die Welt noch erschüttern konnte. Jetzt sterben Menschen jede Woche in russischen Lagern. Manche sitzen lebenslänglich, weil sie gegen den Krieg sind. In unserer Show zeigen wir ein Dutzend Fotografien von politischen Gefangenen. Tatsächlich gibt es mindestens 3.000 politische Häftlinge in Russland.“

„Riot Days“ soll aufrütteln, aufklären, poetisch, fröhlich, verzweifelt. Alina Petrova spricht von einem Lehrstück: „Das Musiktheater transportiert Emotionen, es reißt die Zuschauer mit und vielleicht erreichen wir dadurch den einen oder anderen. Vielleicht kommen die Menschen nach Hause und beginnen, sich Fragen zu stellen.“ Im Zentrum von „Riot Days“ steht die Frage nach Freiheit. Jedes Mal, wenn Maria Aljochina aus der Haft entlassen wurde, sagte das Wachpersonal zu ihr: „Sie sind frei.“ Darauf Aljochina: „Und Sie?“

 

Dir gefällt vielleicht

So nutzt die AFD den popkulturellen Zeitgeist für ihre Zwecke

Schwer zu greifen: „Primetime“ von Lance Oppenheim

Oasis und ihre ganz spezielle Beziehung zu München

Ausstellung in München: „Ali Mitgutsch und das große Gewimmel“

Videokunst und Schmalznudeln: Die Garagen Biennale in Buchbach

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel So nutzt die AFD den popkulturellen Zeitgeist für ihre Zwecke
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

So nutzt die AFD den popkulturellen Zeitgeist für ihre Zwecke
Kultur 27. September 2026
Schwer zu greifen: „Primetime“ von Lance Oppenheim
Kultur 27. September 2026
Oasis und ihre ganz spezielle Beziehung zu München
Kultur 27. September 2026
Ausstellung in München: „Ali Mitgutsch und das große Gewimmel“
Kultur 26. September 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?