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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Wenn ein Rabbi liebt: „Nobody Wants This“ auf Netflix
Kultur

Wenn ein Rabbi liebt: „Nobody Wants This“ auf Netflix

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 3. November 2025 13:47
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Eine Sex-Podcasterin, ein Rabbi und eine Frage, die größer ist als beide: Wie viel Glaube verträgt die Liebe? Die neue Netflix-Serie „Nobody Wants This“ erzählt von zwei Menschen, die sich finden, obwohl sie in völlig unterschiedlichen Welten leben – irgendwo zwischen Tinder, Talmud und Netflix-Komik.

Inhaltsübersicht
Liebe zwischen ReligionenKonversion aus LiebeZwischen Klischee und RealitätSichtbarkeit und VielfaltZwischen Fiktion und Wirklichkeit

Liebe zwischen Religionen

Die Romcom, mit Kristen Bell und Adam Brody in den Hauptrollen, zeigt die Beziehung von Joanne und Noah, die – auf den ersten Blick – kaum unterschiedlicher sein könnten. Je näher sich die beiden kommen, desto größer wird die Frage: Kann ihre Liebe eine Zukunft haben? In der Serie denkt Joanne sogar über eine Konversion, einen Übertritt zum Judentum, nach – ein Schritt, der weit mehr bedeutet als einen romantischen Liebesbeweis.

Rabbiner Elias Dray von der Israelitischen Kultusgemeinde Amberg begleitet Menschen auf ihrem Weg zur Konversion. Oft seien es Christen oder Muslime, die auf der Suche nach der Wurzel ihrer Religionen seien, erzählt er BR24. „Aber es ist nicht leicht. Man muss wirklich sehen, ob es passt.“

Er beschreibt den Weg zum Judentum als intensiven Prozess, der mehr verlangt als Glauben allein. „Es gibt viele Gesetze, die man lernen muss, wie der Schabbat, Koscher essen, Familiengesetze“, sagt er. „Es ist mehr als nur ein Religionswechsel: Es bedeutet, das ganze Leben umzukrempeln, zu einer ganz anderen Lebensweise zu wechseln.“

Konversion aus Liebe

Eigentlich verlangt die Halacha, das jüdische Recht, dass in einer Ehe beide Partner jüdisch sind. Dray sieht die Konversion zum Judentum aus Liebe zu einer anderen Person jedoch skeptisch: „Das sollte nicht der Grund sein, warum man übertritt. Aber wenn man sieht, dass es beide Partner ernst meinen, kann ein Übertritt heutzutage möglich sein.“ Wichtig sei jedoch die innere Motivation und nicht äußere Umstände.

Die jüdische Influencerin Tanya Raab kennt interreligiöse Beziehungen aus eigener Erfahrung. „Ich selbst lebe auch in einer interreligiösen Partnerschaft“, sagt sie BR24, „und ich kenne sehr viele Paare, in denen eine Person jüdisch ist und die andere nicht.“ In Bezug auf einen möglichen Übertritt zu ihrem Glauben ist für sie ist klar: „Ich würde das niemals von jemandem verlangen. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden.“

Zwischen Klischee und Realität

Raab hat die Serie gesehen und findet sie erstaunlich nuanciert. „Ich finde es schön, dass viele religiöse jüdische Traditionen gezeigt werden“, sagt sie. „Natürlich ist es eine Comedy-Serie, sie spielt auch mit Klischees. Aber sie bricht sie auch an vielen Stellen auf.“

Sie verweist auf die Figur des Rabbiners, der offen, empathisch und modern wirkt. „Er wird auch als sehr sex-positiv dargestellt. Religion und Sexualität werden oft als Gegensatz gezeigt – aber damit bricht die Serie komplett.“

Sichtbarkeit und Vielfalt

Raab lobt, dass die Serie unterschiedliche jüdische Strömungen zeigt, etwa eine weibliche Rabbinerin, wie es sie im liberalen Judentum gibt, nicht aber in orthodoxen Gemeinden. Das sei in der Popkultur selten. Serien wie „Nobody Wants This“ könnten das verändern, glaubt Raab. „Sie schaffen ein Bewusstsein dafür, dass jüdisches Leben vielfältig ist und sich nicht nur in orthodoxen Bildern zeigt“, sagt Raab.

Gleichzeitig sieht sie Defizite in deutschen Film- und Fernsehproduktionen: „Wir haben hier schon eine sehr krasse Reduktion jüdischen Lebens auf das Thema Holocaust.“ In anderen Ländern sei jüdische Alltagskultur längst normaler Teil von Film und Fernsehen.

Zwischen Fiktion und Wirklichkeit

„Nobody Wants This“ bleibt romantische Fiktion – aber eine, die Fragen stellt, die real sind. Rabbiner Dray betont die Verantwortung, die mit einem Übertritt zum Judentum einhergeht. Raab sieht in der Serie eine Chance, jüdisches Leben nahbarer zu machen.

Zwischen Netflix-Fiktion und religiöser Wirklichkeit liegen Welten. Doch wenn Serien wie diese dazu beitragen, Neugier statt Distanz zu schaffen, ist schon viel gewonnen.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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