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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Wie kommen wir da raus?“: So ringt Russland um Auswege
Kultur

„Wie kommen wir da raus?“: So ringt Russland um Auswege

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 12. September 2024 08:49
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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💡 Peter Jungblut beobachtet für BR24 Kultur die Debatten hinter den Meldungen rund um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dazu verfolgt er russische Medien, Telegram-Kanäle und Social Media, und wertet die Einschätzungen / Stimmen dort dazu feuilletonistisch aus und ordnet ein. So zeigen wir, wie Millionen Menschen innerhalb der russisch-sprachigen Welt über die Ereignisse diskutieren.

InhaltsĂĽbersicht
„Keine Souveränität, sondern Isolation“„Ukrainer schlossen sich zusammen, nicht wir“„Ja, es ist total ungewiss“„Westen hat Deal nicht nötig“

„Wir haben in zweieinhalb Jahren viel kaputt gemacht, aber was bauen wir eigentlich auf?“, fragte der russische TV-Journalist Andrei Kalitin Anfang September auf seinem Telegram-Kanal und löste damit eine Debatte über das Selbstverständnis seines Landes aus: „Wir sollten uns nicht an der Welt rächen, sondern in erster Linie uns selbst lieben.“ Spöttisch bemerkte Kalitin, dass es inzwischen im Kreml schon als „Sieg“ gelte, wenn Putin auf Auslandsreisen nicht festgenommen werde und die Wirtschaft mithilfe des Tauschhandels überlebe.

„Keine Souveränität, sondern Isolation“

Putin und seine Weggefährten hätten keinerlei politischen Kompass, das Land sei auf einer „Flugbahn ins Ungewisse“. Kalitin wörtlich: „Unsere historische Tradition besteht darin, anderen etwas zu beweisen. Dabei spielt es keine Rolle, was. In einem Anfall von Leidenschaft sind wir bereit, uns das Herz rauszureißen und der Welt den Weg zu weisen, aber aus irgendeinem Grund will uns niemand folgen.“

Der Journalist verwies darauf, dass es nach der offiziellen Statistik in Russland etwa 42.000 Brücken gebe, von denen die Hälfte sanierungsbedürftig seien. Im übertragenen Sinne sei es in der Politik ähnlich, der Kreml zerstöre gerade „mit unglaublichem Eifer“ jedwede diplomatische, kulturelle und wirtschaftliche Brücke ins Ausland: „Wenn sie zusammenbrechen und einige von ihnen verfaulen, verbrennen und einstürzen, wird sich Russland in eine Insel verwandeln. Das ist keine Souveränität. Das ist Isolation.“

„Ukrainer schlossen sich zusammen, nicht wir“

Der auch im Westen veröffentlichende kremlkritische russische Politologe Wladislaw Inosemtsew kommentierte diese sehr deutliche Kritik mit den Worten, Russland habe sich längst selbst aufgegeben. Es habe eine „zerrüttete Identität“, woran keineswegs eine „einzelne Person“ schuld sei. Die Regierung ersetze seit Jahren erfolgreiche Leistungsträger, die ins Ausland gingen, durch „Migranten aus den rückständigsten Gebieten des ehemaligen Zarenreichs“, womit vor allem Zentralasien gemeint sein dürfte: „Ich wage zu behaupten, dass die Russen den Krieg gegen die Ukraine anfingen, weil sie hofften, sich dadurch wieder zu vereinen. Aber es führte zum Gegenteil: Die Ukrainer schlossen sich zusammen, wir nicht.“

So gesehen sei der Krieg nur ein Zeichen für den „unvollständigen Zusammenbruch der Sowjetunion“: „Verlängern Sie lieber das Dasein der jetzt lebenden Bürger, statt neue Gebiete mit neuen Untertanen zu erobern. Wenn Russland überleben will, ganz zu schweigen vom Wohlstand, muss es ein Nationalstaat werden und auf zivilisierte Art und Weise mit anderen Nationalstaaten in den Wettbewerb treten.“

„Ja, es ist total ungewiss“

Der im ukrainischen Odessa lebende russische Emigrant Igor Dimitrijew, Orientalist und Politologe, räumt ein, dass Russlands Situation trotz Krieg nicht „katastrophal“ sei, obwohl die Sanktionen Schleifspuren hinterließen: „Es ist nur so, dass Energie und Rohstoffe und vor allem Menschenleben für ein blutiges Gezerre verschwendet werden, statt in die Entwicklung des Landes zu investieren.“

Die Kreml-Propaganda sei nur „Blödsinn“ und popkultureller „Firlefanz“, vergleichbar einem Martial Arts-Fight: „Wie kommen wir da raus? Ja, es ist total ungewiss. Ganz am Anfang hätten wir es einfach wie die Chinesen 1979 machen sollen, als sie aus Vietnam abzogen und so taten, als hätten sie noch gar nicht richtig angefangen.“ Inzwischen gäben die Kreml-Verantwortlichen hinter vorgehaltener Hand zwar zu, dass es höchste Zeit sei, den Krieg zu beenden, aber gesichtswahrende Möglichkeiten seien nicht absehbar.

„Westen hat Deal nicht nötig“

Ähnlich pessimistisch ein weiterer tonangebender russischer Polit-Blog: „Der Versuch, unseren potenziellen Konkurrenten einige Schritte vorauszueilen oder uns sogar zum Herrn über die Ozeane aufzuschwingen, verschlimmerte die Situation eher und ließ Russland auf die Stufe von Afghanistan, Venezuela, Iran und Nordkorea absinken.“

Manch einer fühlt sich bereits an das satirische Stück „Weiter, weiter, weiter“ des russischen Dramatikers Michail Schatrow (1932 – 2010) erinnert, wo Lenin und Stalin im Jenseits aneinander geraten und dazu verdammt sind, bis in alle Ewigkeit miteinander zu streiten. Einen „Deal“ werde es nicht geben, so ein Beobachter: „Der Westen hat ihn nicht nötig. Ein Deal ist, wenn jemand etwas davon hat. Ansonsten ist es kein Deal. Früher oder später müssen alle Beteiligten zu Ende bringen, was sie begonnen haben. Warum nicht jetzt?“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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