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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Bahnsanierung bis 2031: Wissing gibt sich optimistisch
Wirtschaft

Bahnsanierung bis 2031: Wissing gibt sich optimistisch

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 15. Juli 2024 10:55
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Bundesverkehrsminister Volker Wissing begrüßt die Generalsanierung der Bahn. Der FDP-Politiker sagte im Deutschlandfunk, das sei nur der Auftakt für eine umfassende Ertüchtigung des Gesamtnetzes. Jetzt werde eine enorme Summe in die Hand genommen, um die Schienenwege zu verbessern. 41 viel befahrene Bahnstrecken sollen in den kommenden Jahren saniert werden. Begonnen wird heute mit der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim, sie ist deshalb bis Ende des Jahres komplett gesperrt. Bis Mitte Dezember werden auf der Strecke Gleise, Oberleitungen, Signale, Weichen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert.

Inhaltsübersicht
„Historische Summen“ für BahnsanierungVerband: Pro-Kopf-Investitionen in die Schiene steigenICE-Schnellstrecke Köln-Frankfurt ab Dienstag gesperrt

„Es ist gut vorbereitet, die Kapazitäten sind bei der Bauindustrie vorhanden, die Materialien sind da. Also es gibt keinen Grund, warum das nicht klappen sollte“, sagte Wissing. Etwa die Bauindustrie äußerte zuletzt Zweifel, dass die umfangreichen Sanierungen wie geplant gelingen werden.

„Historische Summen“ für Bahnsanierung

Wissing kritisierte, dass in den vergangenen Jahren zu wenig Geld in die Sanierung der Bahn gesteckt worden sei. Er wolle hingegen „historische Summen in die Bahn investieren“. Die Finanzlinien seien deutlich erhöht worden auf eine Größenordnung von über 27 Milliarden Euro. Und am Ende wird man dann noch mehr Geld brauchen, so Wissing. Allein die Sanierung der Riedbahn koste etwa 1,3 Milliarden Euro.

Die Probleme der Bahn während der Fußball-EM kommen für den Verkehrsminister nicht überraschend. Man habe gewusst, dass die Infrastruktur der Bahn nicht resilient genug sei. Aber: „Es vor der EM zu beginnen, wäre nicht gut gewesen, denn die Beeinträchtigungen wären dann noch größer gewesen“, sagte der Verkehrsminister.

Verband: Pro-Kopf-Investitionen in die Schiene steigen

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag versprochen, mehr Geld in die Schiene als in die Straße zu stecken. Das Jahr 2023 habe noch nicht den lange erwarteten Durchbruch gebracht, sagte Andreas Geißler, Leiter Verkehrspolitik der Allianz Pro Schiene. 2023 lagen die Pro-Kopf-Investitionen bei 115 Euro – 2022 waren es 114 Euro. Ab dem laufenden Jahr 2024 werde die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag eingelöst, erheblich mehr in die Schiene als in die Straße zu investieren, sagte Geißler.

Die Allianz Pro Schiene ermittelt seit 2005 die jährlichen Pro-Kopf-Investitionen in die Schieneninfrastruktur für Deutschland und zahlreiche weitere Länder. Seit 2014 ist dabei ein stetiger Anstieg der Investitionen in Deutschland zu erkennen. 2021 erreichten die Pro-Kopf-Investitionen den Rekordwert von 124 Euro – darin war allerdings eine Eigenkapitalerhöhung für die Deutsche Bahn enthalten. 2014 lagen die Pro-Kopf-Investitionen in die Schiene in Deutschland noch bei 49 Euro. Als grobes Ziel für die kommenden zwei bis drei Jahre gab der Lobbyverband vergangenes Jahr 150 Euro pro Kopf aus.

ICE-Schnellstrecke Köln-Frankfurt ab Dienstag gesperrt

Unterdessen wird am Dienstag die wichtige ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt wegen Bauarbeiten für knapp vier Wochen gesperrt. Bis zum 12. August müssen sich Reisende nach Bahnangaben auf Zugausfälle und Verspätungen zwischen 40 und 90 Minuten einstellen. Da die Züge umgeleitet werden, entfallen die Halte Siegburg/Bonn, Montabaur und Limburg Süd. Sie seien mit Bus-Ersatzverkehr erreichbar. In den vier Wochen sollen entlang der Strecke 70 Kilometer Gleise und 13 Weichen erneuert werden.

Mit Informationen von dpa und AFP

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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