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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Blitzermarathon und Raucherscreening: Das ändert sich im April
Wirtschaft

Blitzermarathon und Raucherscreening: Das ändert sich im April

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 31. März 2026 09:48
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Jedes Jahr im April findet der bayernweite Blitzermarathon statt. Dieses Mal ist es am 15.4. so weit Außerdem haben langjährige Raucherinnen und Raucher nun Anspruch auf ein jährliches, kostenloses Lungenkrebs-Screening – allein in Bayern betrifft das rund eine Million Menschen. Österreich führt derweil klare Warnhinweise gegen „Mogelpackungen“ ein, während Deutschland weiter prüft. Und: Miles&More-Kreditkartenkunden müssen aktiv werden. Was sonst noch alles wichtig wird im April, hat BR24 zusammengefasst.

Inhaltsübersicht
Jährliche Lungenkrebs-Früherkennung wird kostenlosMiles & More steht vor einem NeuanfangKennzeichnung von Mogelpackungen in ÖsterreichWas sonst noch wichtig wird:

Jährliche Lungenkrebs-Früherkennung wird kostenlos

Ab dem 1. April ist es möglich, einmal jährlich zu einem kostenlosen und technisch sicheren Lungenkrebs-Screening zu gehen. Allerdings müssen dafür mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Alter: zwischen 50 und 75 Jahre
  • Mindestens 25 Jahre lang geraucht, ohne größere Unterbrechung.
  • Davon mindestens 15 „Packungsjahre“, also über 20 Zigaretten am Tag.

Der Bundesärztekammer zufolge treffen all diese Kriterien auf etwa zwei Millionen Menschen bundesweit zu. In Bayern dürfte das laut der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern KVB etwa eine Million Menschen betreffen. Grundlage für diese Möglichkeit ist die Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung (externer Link).

Miles & More steht vor einem Neuanfang

Wer eine Miles & More-Kreditkarte besitzt, hat noch die Möglichkeit, aktiv zu werden. Der Anbieter wechselt von der DKB zur Deutschen Bank (externer Link). Die Karte wird nicht automatisch umgestellt, sondern muss neu beantragt und von der Bank geprüft werden. Laut der Deutschen Bank bleiben die bereits gesammelten Bonus-Punkte erhalten und werden mit übertragen. Als Ausgleich für den Aufwand verspricht Miles & More einen Wechselbonus.

Alle Betroffenen seien frühzeitig informiert worden, heißt es bei der Deutschen Bank auf BR24-Nachfrage. Online gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Hilfe bietet zudem eine Hotline. Allerdings gibt es bereits Kritik, dass das Verfahren sehr aufwendigund teilweise nicht verständlich sei (externer Link, eventuell Bezahlinhalt). Kundinnen und Kunden müssen also eventuell einen langen Atem mitbringen.

Wer den Wechsel nicht mitmachen will, kann seine Meilen zwar weiterhin einlösen, muss aber mit dem regulären Meilenverfall nach 36 Monaten leben. Bundesweit nimmt eine „substanziell sechsstellige“ Anzahl an Menschen am Miles & More-Programm teil.

Kennzeichnung von Mogelpackungen in Österreich

In Österreich gibt es ab April neue Warnhinweise auf Verpackungen: Wenn in einem Produkt weniger Inhalt ist als zuvor, ohne dass auch der Preis abgesenkt wurde, dann muss auf der Verpackung darauf hingewiesen werden. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 15.000 Euro.

Für Deutschland ist so eine Regelung aktuell nicht geplant. Im Koalitionsvertrag von SPD und Union steht dazu aber immerhin folgender Satz: „Wir setzen uns für mehr Transparenz bei versteckten Preiserhöhungen ein.“ Vom Bundesverbraucherministerium heißt es dazu: „Lösungen des Problems sind sehr komplex. Mehrere Regelungsbereiche (u.a. Wettbewerbsrecht, Verpackungsrecht, Lebensmittel- oder Preisangabenrecht) sind betroffen.“ Derzeit werde geprüft, ob „eine europäische Regelung vorzugswürdig wäre“.

Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg, der sich auf die Themen „Shrinkflation“ und „Mogelpackung“ spezialisiert hat, wirft das Fragen auf: „Wir befassen uns seit über 20 Jahren mit dem Thema“, sagt er im Gespräch mit BR24, „und bekommen jedes Jahr tausende Beschwerden.“ Allein im Jahr 2025 standen auf der Shrinkflation-Liste 75 verschiedene Produkte. „Aber politisch passiert nichts“, kritisiert Valet.

Tatsächlich gibt es neben Österreich schon lange auch andere Staaten, die gegen Shrinkflation vorgehen, Ungarn, Brasilien und Rumänien beispielsweise. Dort müssen auf den Verpackungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg die alte und die neue Füllmenge vermerkt sein. Für Deutschland würde Valet sich auch so eine Regelung wünschen. Oder wenigstens Warnschilder am Regal im Supermarkt.

Was sonst noch wichtig wird:

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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