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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > „Jobturbo“ für Geflüchtete – Erfolgsmodell vor dem Ende?
Wirtschaft

„Jobturbo“ für Geflüchtete – Erfolgsmodell vor dem Ende?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 10. Oktober 2025 18:51
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Fünf Forschende des Immigration Policy Lab (IPL) haben in einer Studie die Auswirkungen des deutschen Jobturbos untersucht. Durch eine verstärkte Beratung in den Jobcentern wollte die Ampelkoalition Geflüchteten hierzulande schneller einen Alltag mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ermöglichen. Das Programm gibt es seit 2023. Zuerst hatte der „Spiegel“ über die Studie berichtet [externer Link, womöglich Bezahlinhalt]. Dort wird der Mitautor Jens Hainmüller mit den Worten zitiert, dass das Forscherteam seit 15 Jahren internationale Integrationsmaßnahmen vergleiche und „noch nie“ habe man derartig große Effekte gesehen wie beim Jobturbo.

Inhaltsübersicht
Studie: Jobturbo hilft vor allem ukrainischen GeflüchtetenWie der Jobturbo in Bayern funktioniertJobturbo ein Erfolg? Einige Fragen bleiben offenIfo-Forscher bedauert geplante Änderungen

Studie: Jobturbo hilft vor allem ukrainischen Geflüchteten

Das Programm habe den Kontakt zwischen Sachbearbeitern und Klienten sowie die Zahl der Arbeitsvermittlungen deutlich gesteigert, heißt es in der Studie. Von den seit Oktober rund 102.000 zusätzlich geschaffenen Stellen seien etwa 58.000 an ukrainische Geflüchtete vermittelt worden.

Die Effekte seien breit gefächert gewesen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Region, Arbeitsmarktlage, Qualifikationsniveau und Beschäftigungsart. Sie hätten sich auch auf Langzeitarbeitslose erstreckt, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Autorenteam hebt zudem hervor, dass es im Beobachtungszeitraum keine Hinweise auf Verdrängungseffekte deutscher oder anderer Arbeitssuchender mit Migrationshintergrund gab.

Wie der Jobturbo in Bayern funktioniert

Das werden die Arbeitsvermittler gerne hören. Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit unterstreichen die Ergebnisse der Forschenden aus Stanford und Zürich. Demnach hat sich in Bayern bei den Ukrainern die „Abgangsrate in Beschäftigung“ mit 116 Prozent mehr als verdoppelt, im Vergleich zur „Vor-Jobturbo“-Zeit. Die Kontaktrate sei in dem Zeitraum durchschnittlich um 32 Prozent gestiegen. Die Kontaktrate umschreibt das Beratungsgespräch der Arbeitssuchenden mit den Vermittlern.

Im März 2023 waren bundesweit 137.030 Ukrainerinnen und Ukrainer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 25.390 davon in Bayern. Im März 2025 waren es bundesweit bereits 263.610 beziehungsweise im Freistaat 46.450. Die Beschäftigungsquote stieg von 24,8 Prozent im Oktober 2023 auf 36,2 Prozent im Juli 2025, wie Zahlen des IAB zudem zeigen.

Jobturbo ein Erfolg? Einige Fragen bleiben offen

Der Migrationsforscher beim IAB, Sekou Keita, weist im Gespräch mit BR24 darauf hin, dass er nicht ausschließen will, dass der Jobturbo positive Effekte auf die Beschäftigung von Geflüchteten bis jetzt hatte. Allerdings könne er dies zum aktuellen Zeitpunkt schwer in konkreten Zahlen ausdrücken. Denn es gibt eben auch andere Effekte, die sich positiv auf die Arbeitssuche ausgewirkt haben könnten.

Keita nennt als Beispiel, dass viele geflüchtete Ukrainer in diesem Zeitraum ihre Integrationskurse abgeschlossen haben. Die Chancen, eine Arbeit zu finden, sind dadurch also auch ohne Jobturbo gestiegen. Es sei auch nicht gesagt, dass der tatsächliche Anstieg der Beschäftigung auf eine höhere Kontaktdichte in den Jobcentern zurückzuführen sei. Es sei naheliegend, aber nicht belegt, so Keita. Die Beschäftigungsquote hätte also auch ohne Jobturbo steigen können.

Ifo-Forscher bedauert geplante Änderungen

Für einen Beleg braucht es seinen Worten nach einen längeren Untersuchungszeitraum. Doch danach sieht es aktuell nicht aus. Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, werden ukrainische Geflüchtete bald vom Jobturbo ausgeschlossen. Künftig sollen nach dem 31. März 2025 eingereiste Ukrainer kein Bürgergeld mehr erhalten, sondern Leistungen für Asylbewerber. Als Folge sind die Jobcenter nicht mehr für ihre Versorgung zuständig, sondern die Kommunen.

Der Leiter des ifo Zentrums für Migration und Entwicklungsökonomik Panu Poutvara hält dies für einen Fehler. Es sei inkonsequent, Ukrainer schlechter zu behandeln als anerkannte Geflüchtete aus anderen Ländern. Zweitens sei die Integration von Ukrainerinnen und Ukrainern in den Arbeitsmarkt bemerkenswert gut vorangekommen, auch wenn noch viel zu tun bleibe, so sein Fazit.

Die Feststellung, dass ukrainische Geflüchtete die Möglichkeiten genutzt haben, um besser Arbeitsplätze zu finden, decke sich weitgehend mit den Ergebnissen ihrer Umfrage unter ukrainischen Geflüchteten in verschiedenen europäischen Ländern, fügt Poutvara hinzu.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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