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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Mehr als 15.000 Hotels wollen gegen Booking.com klagen
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Mehr als 15.000 Hotels wollen gegen Booking.com klagen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 29. August 2025 17:50
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Europas Hotellerie will das Reiseportal Booking.com vor Gericht bringen. Bis zum Ablauf der Frist am 29. August haben sich mehr als 15.000 Hotels aus ganz Europa einer Sammelklage angeschlossen, wie die europäische Hotelallianz Hotrec mitteile. Ziel ist es, Schadenersatz für erzwungene Preisbindungen zwischen 2004 und 2024 zu erhalten.

Inhaltsübersicht
Viele Hotels aus Italien, gefolgt von DeutschlandHotrec-Präsident: „Hotellerie ist geeint“Booking.com weist Vorwürfe zurück

Koordiniert wird die Klage von der „Stichting Hotel Claims Alliance“, unterstützt von Hotrec und mehr als 30 nationalen Verbänden, darunter auch der deutsche Hotelverband IHA. Die Klageschrift wolle man bis Jahresende beim Bezirksgericht Amsterdam einreichen, so Hotrec. Laut der Klage-Website könnten Hoteliers bis zu 30 Prozent der gezahlten Provisionen zuzüglich Zinsen zurückerhalten. 

Viele Hotels aus Italien, gefolgt von Deutschland

Die meisten Registrierungen kommen aus Italien mit rund 3.000 Hotels, gefolgt von Deutschland, den Niederlanden, Griechenland und Österreich, wie der italienische Hotelverband Federalberghi mitteilte. Aus Deutschland beteiligen sich laut IHA rund 2.000 Hotels – zusätzlich zu weiteren 2.000 Häusern, die bereits 2020 Parallelverfahren in Amsterdam und Berlin gegen Booking.com führen. 

Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH/Az. C-264/23) vom Herbst 2024. Demnach könnten sogenannte Bestpreisklauseln gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Diese untersagten Hotels, ihre Zimmer etwa auf der eigenen Website günstiger anzubieten, um sogenannte Trittbrettbuchungen zu unterbinden. Abschließend klären muss den Fall aber ein Amsterdamer Gericht. Das Reiseportal schaffte die Klauseln 2024 wegen des Digital Markets Act ab. 

Hotrec-Präsident: „Hotellerie ist geeint“

Hotrec-Präsident Alexandros Vassilikos hob die „überwältigende Resonanz der europäischen Hotels auf unseren Aufruf zur Teilnahme an der Sammelklage“ hervor. Diese beweise, „dass die Hotellerie geeint ist“, erklärte er. „Sie fordert, dass der marktbeherrschende Gatekeeper sein Marktverhalten ändert und Verantwortung für sein Fehlverhalten übernimmt“.

Booking.com weist Vorwürfe zurück

Booking.com wies die Vorwürfe zurück und erklärte, das EuGH-Urteil ebne nicht den Weg für Schadenersatzansprüche.

Mit Informationen von dpa und AFP

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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