Am Freitag sollen die Verkehrsbetriebe in Passau (20.2.) und Landshut (20.2.) bestreikt werden, in Regensburg bereits am Donnerstag sowie am Freitag (19.2. und 20.2.).
Wie das Stadtwerk Regensburg mitteilt, komme es „von Donnerstag, 19. Februar, 03:00 Uhr, bis Samstag, 21. Februar, 03:00 Uhr erneut zu einem nahezu kompletten Ausfall des Stadtbusverkehrs in Regensburg.“ Fahrgäste müssten mit „massiven Einschränkungen“ rechnen, da voraussichtlich nur ein sehr kleiner Teil der Fahrten stattfinden könne. Auch die Express- und Nachtbuslinien sind vom Streik betroffen, heißt es.
Regionalbusse fahren regulär
Die Regionalbuslinien des Regensburger Verkehrsverbund (RVV) fahren hingegen regulär – sie sind vom Warnstreik nicht betroffen. Infos zu Ausfällen finden Fahrgäste in der RVV-App informieren, so das Stadtwerk.
Der Ersatzverkehr mit Bussen im Zuge der Generalsanierung der Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg ist vom Warnstreik nicht betroffen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf BR-Nachfrage mitteilte.
Auch in Passau fahren nur wenig Busse
Auch in Passau, wo am Freitag (20.2.) gestreikt wird, kann es zu Einschränkungen kommen. Wie es in einer Mitteilung der Stadtwerke Passau (SWP) heißt, falle am Freitag „ein Großteil der Fahrten aus und es kommt zu erheblichen Einschränkungen im Linienverkehr.“ Da aber ein Teil der Fahrten von privaten Unternehmen durchgeführt wird, fallen laut SWP nicht alle Linienfahrten aus. Fahrgäste werden gebeten, den Linienfahrplan für den Freitag zu beachten, der auf der Internetseite der Stadtwerke Passau zu finden ist.
Stillstand in Landshut
Ähnliches Bild in Landshut: Wie es in einer Mitteilung der Stadtwerke Landshut heißt, ist „davon auszugehen, dass am Freitag keine Busse im Liniensystem der Stadtwerke Landshut fahren werden.“ Ob am Streiktag einzelne Fahrten stattfinden werden, könne erst nach Dienstbeginn der Schichten festgestellt werden. Falls Fahrten doch möglich sind, werde dies am Streiktag (Freitag) in der Früh auf der Internetseite und in der App der Stadtwerke Landshut veröffentlicht.
Die Stadtwerke Landshut bitten die Fahrgäste, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Vom Streik nicht betroffen sei hingegen die Linie 609 (Altstadt – Hauptbahnhof – Münchnerau – Gündlkoferau), weil diese von einem Kooperationspartner der Stadtwerke bedient werde.
Streik im ÖPNV auch in Augsburg und Bamberg
Und auch in Augsburg rechnen die Stadtwerke damit, dass am Donnerstag der Nahverkehr weitgehend zum Erliegen kommen wird. Es würden zwar vereinzelt Busse und Straßenbahnen unterwegs sein, sagt Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg, aber darauf könne man sich nicht verlassen. Die Streikbereitschaft bei den Mitarbeitern sei erfahrungsgemäß hoch, von daher werde es weitgehend keinen ÖPNV im Augsburger Stadtgebiet geben. Man habe keinen Notfallplan ausarbeiten können, weil unklar sei, wie viele Fahrerinnen und Fahrer am Morgen zum Dienst erscheinen werden und wie viele Busse und Straßenbahnen ausrücken könnten.
Alternativen für Fahrgäste am Streiktag sind nach Angaben der Stadtwerke die Busse des Augsburger Verkehrsverbundes AVV und die Regionalbahn-Linien. Pendler könnten auch das Fahrradverleihsystem der SWA nach Registrierung in der App mit insgesamt 940 Fahrrädern kostenfrei nutzen, mehrmals am Tag bis zu 30 Minuten.
In Bamberg wurde bereits im öffentlichen Nahverkehr in Bamberg gestreikt. Seit Dienstag und am Mittwoch ruht der ÖPNV. Es gilt ein Notfallfahrplan, wie es auf der Internetseite der Stadtwerke Bamberg heißt.
Verdi will bayerischen Tarifvertrag
Verdi geht es bei den Streiks um einen eigenen Tarifvertrag für rund 10.000 Beschäftigte im Nahverkehr der 20 bayerischen Kommunen, die ihn noch selber betreiben. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 668 Euro mehr im Monat, kürzere Arbeitszeiten und höhere Zuschläge.

